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Geschäftszahlen Linde startet mit stabiler Umsatzentwicklung in das Jahr 2016

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Das Geschäft von Linde hat sich im ersten Quartal 2016 auf währungsbereinigter Basis stabil entwickelt. Beim operativen Cash Flow konnte der Technologiekonzern zudem in den ersten drei Monaten einen starken Anstieg verzeichnen.

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Die weltgrößte Gas-to-Liquid Anlage steht in Katar. Seit 2011 produziert Linde dort Kohlenwasserstoffe und flüssiges Petroleum.
Die weltgrößte Gas-to-Liquid Anlage steht in Katar. Seit 2011 produziert Linde dort Kohlenwasserstoffe und flüssiges Petroleum.
(Bild: Linde)

München – „Wir sind stabil in das neue Geschäftsjahr gestartet und liegen damit im Rahmen unserer Prognose", sagte Wolfgang Büchele, Vorsitzender des Vorstands von Linde. Das Unternehmen rechnet für das Geschäftsjahr 2016 mit einem währungsbereinigten Umsatz- und Ergebnisanstieg von 4 %, wenngleich das herausfordernde Marktumfeld auch zu einem Rückgang von bis zu 3 % führen könnte.

Im ersten Quartal 2016 ist der Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,1 % auf 4,262 Milliarden Euro zurückgegangen. Das operative Ergebnis sank um 1,9 % auf 991 Millionen Euro. Zu diesem Rückgang haben vor allem negative Währungskursveränderungen sowie der erwartungsgemäß niedrigere Umsatz- und Ergebnisbeitrag der Engineering Division geführt. Die ersten Auswirkungen der Preisreduzierungen aufgrund staatlicher Ausschreibungen auf den Umsatz im Healthcare-Geschäft in Nordamerika wurden durch die Erstkonsolidierung von American Home Patient kompensiert.

Der operative Cash Flow entwickelte sich erneut sehr positiv und ist im Vergleich zum Vorjahr um 19,3 % auf 883 Millionen Euro gestiegen. Dieses deutliche Plus ist unter anderem auf höhere erhaltene Anzahlungen im Anlagenbaugeschäft zurückzuführen.

Gases Division: Umsatz legt weiter zu

In der Gases Division erwirtschaftete Linde im ersten Quartal 2016 einen Umsatz von 3,621 Miiliarden Euro und lag damit um 1,4 % unter dem Vorjahr. Bereinigt um Währungs- und Erdgaspreiseffekte betrug das Umsatzplus 2,9 %. Im Segment Amerika konnte Linde den Umsatz im ersten Quartal 2016 um 2,6 % auf 1,284 Milliarden Euro erhöhen. Bereinigt um Währungs- und Erdgaspreiseffekte lag das Umsatzplus bei 5,6 %. Unterstützt wurde das Umsatzwachstum durch die Übernahme von American Home Patient. Seit 1. Februar 2016 wird das auf Beatmungstherapien spezialisierte Unternehmen im Segment Amerika konsolidiert. Die damit verbundene Steigerung der Anzahl an zu versorgenden Patienten ist einer der Schritte, um den negativen Effekten aus Preiskürzungen in den USA entgegenzuwirken.

Im Segment Asien/Pazifik hat Linde per Ende März 2016 einen Umsatz von 969 Millionen Euro erzielt. Dieser Wert lag um 2,5 % unter dem Vorjahreswert. Auf vergleichbarer Basis erhöhte sich der Umsatz um 3,5 %. Im Segment EMEA (Europa, Mittlerer Osten, Afrika) lag der Umsatz in den ersten drei Monaten 2016 mit 1,410 Milliarden Euro um 4,2 % unter dem Vorjahresniveau. Auf vergleichbarer Basis entsprach dies einem Umsatzrückgang von 0,2 %.

Engineering Division: Auftragsbestand auf solidem Niveau

Der Auftragsbestand der Engineering Division betrug per Ende März 4,241 Milliarden Euro und lag damit weiterhin auf einem soliden Niveau. Aufgrund des anhaltend niedrigen Ölpreises und der damit verbundenen Nachfragezurückhaltung im Anlagenbau belief sich der Auftragseingang per Ende März auf 310 Millionen Euro.. Der Umsatz in der Engineering Division ist im ersten Quartal 2016 wie erwartet um 15,0 % auf 568 Millionen Euro gesunken.

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