Petrochemie Linde stärkt Petrochemie-Standort in den USA

Redakteur: M.A. Manja Wühr

Befeuert durch den US-Erdgas-Boom sieht das Gase- und Engineeringunternehmen Linde in der Petrochemie einen Wachstumsmarkt und will daher den US-Standort La Porte zum weltweit größten erdgasbasierten Synthesegas-Komplex ausbauen.

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Linde plant am US-Standort in La Porte, Texas, eine neue große Luftzerlegungsanlage sowie einen neuen Vergaser-Strang für seinen dortigen Synthesegas-Komplex zu errichten.
Linde plant am US-Standort in La Porte, Texas, eine neue große Luftzerlegungsanlage sowie einen neuen Vergaser-Strang für seinen dortigen Synthesegas-Komplex zu errichten.
(Bild: Linde)

München – Linde will an seinem US-Standort in La Porte, Texas, eine neue Luftzerlegungsanlage (LZA) sowie einen neuen Vergaser-Strang für seinen dortigen Synthesegas-Komplex errichten. Zusätzlich wird das Unternehmen begleitende Ausrüstungen und Infrastruktureinrichtungen bereitstellen. Dafür plant das Gase- und Engineeringunternehmen mehr als 200 Millionen US-Dollar zu investieren. Die Inbetriebnahme der neuen Anlagen soll 2015 erfolgen.

„Linde ist der größte Synthesegas-Anbieter in dieser Region“, sagte Tom Blades, Mitglied des Vorstands von Linde und verantwortlich für das Amerika-Geschäft. „Mit diesem Erweiterungsprojekt können wir unsere Kunden am wichtigen Petrochemiestandort La Porte künftig noch besser versorgen. Dieser Industriezweig ist insbesondere vor dem Hintergrund der zunehmenden Erschließung unkonventioneller Erdgasreserven in den USA wieder ein echter Wachstumsmarkt.“

Die neue Anlage wird die größte von Linde in den USA betriebene LZA sein. Darüber hinaus entsteht mit der neuen Vergaser-Einheit der weltweit größte erdgasbasierte Komplex zur Erzeugung und Weiterverarbeitung von Synthesegas, so das Unternehmen. Linde wird damit im Raum Houston über einen vollintegrierten Standort zur Produktion von Luftgasen und Syngas-Produkten verfügen.

Die von der neuen LZA erzeugten Luftgase Sauerstoff und Stickstoff werden für die Vergasungsprozesse in den Syngas-Einheiten benötigt. Darin wird Erdgas in Synthesegas, das vor allem Kohlenmonoxid, Wasserstoff und Kohlendioxid enthält, umgewandelt. Daraus können dann beispielsweise Methanol, nachgelagerte Chemieprodukte sowie Treibstoffe gewonnen werden. So versorgt Linde u.a. einen Großkunden per Rohrleitung mit Syngas-Produkten. Neben der neuen Anlage betreibt Gase- und Engineeringunternehmen in La Porte drei weitere Einrichtungen zur Synthesegas-Erzeugung, die alle einer Syngas-Verfahrenstechnik aus eigener Entwicklung arbeiten.

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