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Life Science-Konferenz

Life Science-Forscher präsentieren Projekte bei Biovaria 2017

| Redakteur: Tobias Hüser

Spitzenforschung der europäischen Life Sciences ist bei der Biovaria in München zu sehen.
Spitzenforschung der europäischen Life Sciences ist bei der Biovaria in München zu sehen. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Life Sciences meets Industry - bereits zum zehnten Mal treffen sich auf der internationalen Konferenz Biovaria am 22. und 23. Mai 2017 in München Wissenschaftler, Technologietransfer-Experten und Unternehmensvertreter der Pharma- und Biotech-Branche. Ziel des Ideen-Austausch ist es, Forschungsergebnisse aus dem Bereich innovativer Behandlungsmethoden interessierten Unternehmen vorzustellen und in die klinische Anwendung zu bringen. Die aktuellsten Pharma-Erfindungen aus Nordrhein-Westfalen zeigt der IP (Intellectual Property)-Dienstleister Provendis.

München – An zwei Tagen bietet die Konferenz einen Einblick in innovative und wirtschaftlich attraktive Projekte aus der europäischen Life-Science-Forschung. Rund 50 Erfindungen werden in Form einer Ausstellung und in Vorträgen unter dem Motto „Europe´s Next Top Technologies“ präsentiert. Besonders stark vertreten ist dabei Provendis, eine Tochtergesellschaft von 24 Hochschulen. Das Unternehmen forciert Technologietransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und ist für Hochschulen und Unternehmen im Bereich IP-Management und IP-Vermarktung tätig. Aus den Hochschulen in Nordrhein-Westfalen sind gleich mehrere Erfindungen des Provendis-Portfolios bei der Biovaria vertreten:

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Neue Methode zur ungiftigen Herstellung von Gliptinen

Enantiomerenreine chemische Verbindungen stellen eine große Herausforderung für die pharmazeutische Industrie dar. Die derzeit für Diabetes II induzierten Gliptine (z.B. Vildagliptin, Saxagliptin) waren bisher nur sehr aufwendig mit Hilfe extrem toxischer Reagenzien und Zwischenstufen erreichbar. Eine an der Universität Bielefeld entwickelte Synthese kann nicht nur ganz auf toxische Reagenzien verzichten, sondern ermöglicht auch eine Herstellung der komplexen Verbindungen unter milden Bedingungen.

CPAP-tubulin-Hemmer in der Krebstherapie

Wissenschaftler der Universität Köln haben einen neuen Angriffspunkt entdeckt, gezielt Krebszellen abzutöten: Zellteilung ist ein essentieller Prozess für das Tumorwachstum. Hierbei kommt es in Krebszellen zur Vermehrung einer bestimmten für die Teilung wichtigen Struktur, den Centrosomen, was in gesunden Zellen nicht passiert. Dies haben sich die Wissenschaftler zu Nutze gemacht und neue Krebsmedikamente gegen diese Zielstruktur entwickelt.

Bluttest zur Früherkennung von Brustkrebs

Je früher Brustkrebs erkannt wird, desto größer sind die Chancen auf Heilung. Wissenschaftler der Uniklinik RWTH Aachen haben einen Biomarker identifiziert, mit dem bereits bösartige Zellveränderungen in frühen Stadien der Erkrankung entdeckt werden können. Das Verfahren basiert auf einer einfachen Blutanalyse: Frauen könnten beim Hausarzt eine Blutprobe abgeben. Wäre dieser positiv, könnte ein bildgebendes Verfahren, z.B. die Mammographie, folgen. Auf Basis der Ergebnisse könnte der Arzt über das weitere Vorgehen entscheiden.

Behandlung von MRSA-Infektionen

Mit der Erfolgsgeschichte moderner Antibiotika treten zunehmend auch Antibiotikaresistenzen auf. Insbesondere die Verbreitung multiresistenter Keime, bei denen eine Vielzahl bekannter Antibiotika nicht mehr anschlagen, wird immer häufiger. Die Notwendigkeit, neue antibiotisch wirkende Substanzen zu entwickeln ist somit aktueller denn je. Wissenschaftlern der Universtität Düsseldorf ist die Entwicklung eines solchen neuen Antibiotikums nun gelungen.

Neue Therapieansätze zur Behandlung metachromatischer Leukodystrophie

Metachromatische Leukodystrophie ist eine Erkrankung, die durch einen genetischen Defekt hervorgerufen wird und dazu führt, dass ein für die Nervenzellen wichtiges Protein nicht mehr in ausreichendem Maße vorliegt. Das führt zur Schädigung des Nervensystems und schließlich zum Tod der betroffenen Personen. Wissenschaftler der Universität Bonn haben nun zwei sich ergänzende neue Ansätze entwickelt, mit denen eine ausreichende Menge des besagten Proteins in den Nervenzellen erreicht werden kann.

Alle Erfinderteams sind vor Ort und beantworten Fragen zu ihren Ansätzen und erläutern Details. Zusätzlich steht Jürgen Walkenhorst, Leiter des Life Sciences-Teams von Provendis, für Gespräche zu Möglichkeiten der IP-Vermarktung sowie zu allen weiteren Provendis-Technologien zur Verfügung.

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