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Studie: Digitalkompetenz

Life-Science-Branche setzt bei Digitalisierung auf starke Technologie-Partnerschaften

| Redakteur: Tobias Hüser

Die Life-Science-Branche klagt in Sachen Digitalisierung über Mangel an eigenen Kompetenzen und Budgets.
Die Life-Science-Branche klagt in Sachen Digitalisierung über Mangel an eigenen Kompetenzen und Budgets. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Unternehmen der Life-Science-Branche in Deutschland, Österreich und der Schweiz setzen bei ihrer Digitalisierungsstrategie auf starke Partnerschaften mit großen Technologieunternehmen, weil sie selbst nicht über genügend Kompetenzen und ausreichende Budgets verfügen. Das hat eine KPMG-Umfrage unter 75 Vorständen und Geschäftsführern der Branche ergeben.

Berlin – Laut der Umfrage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mangelt es 80 % der befragten Unternehmen eigenen Angaben zufolge an Digitalkompetenz, einem entsprechenden Budget oder ausreichendem Engagement in diesem Bereich. 85 % der Unternehmen sehen deshalb Technologie-Konzerne wie Amazon, Cisco, Google, IBM oder Microsoft als treibende Kraft der Digitalisierung im Bereich Life Sciences. Zwei von drei Befragten halten es für möglich, innerhalb der kommenden 12 Monate mit einem dieser Unternehmen zu kooperieren (63 %).

„Der Life-Science-Markt ist durch steigende Entwicklungskosten und einen zunehmenden Preisdruck gekennzeichnet. Deshalb ist die Branche gezwungen, Strukturen zu entwickeln, die sich effizienzsteigernd auswirken. Die digitale Transformation kann dabei eine Schlüsselrolle spielen. Glaubt man den Umfrage-Ergebnissen, werden sich viele Life-Science-Unternehmen offenbar als Partner beziehungsweise Junior-Partner der Tech-Unternehmen fügen müssen, um mit deren Hilfe den Wandel hin zur Digitalisierung vollständig umsetzen zu können“, sagt Vir Lakshman, Head of Chemicals & Pharmaceuticals bei KPMG Deutschland.

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Cyber Security gewinnt an Bedeutung

45 % der Befragten haben bereits Technologien zur Analyse von Produktions- und Distributionsdaten implementiert oder planen dies zur Effizienzsteigerung. Ebenso viele haben bereits Automatisierungsprozesse im Unternehmen implementiert oder befinden sich in der Umsetzungsphase (44 %). Angesichts kontinuierlich steigender Datenmengen und deren Vernetzung gewinnt Cyber Security verstärkt an Relevanz. Drei von vier Befragten gehen davon aus, dass das Risiko, ein Opfer von E-Crime zu werden, zunimmt. Dennoch hat lediglich ein Drittel der Unternehmen ein Cyberabwehr-Team etabliert.

Den Life-Science-Unternehmen wird zunehmend bewusst, dass der Patient verstärkt in den Fokus des Ökosystems rückt. Um diesem Wandel gerecht zu werden, bedarf es ganzheitlicher Digitalisierungsstrategien. „Unsere Zukunftsvision ist eine hochmoderne und individualisierte Patientendatenbank, der Healthcare Tree, als Bestandteil des wirtschaftlichen Life-Science-Ökosystems“, so Lakshman. In ihm fließen Informationen zu genetischen Merkmalen, Erbkrankheiten, Symptomen und Behandlungsmöglichkeiten zusammen. Im Laufe des Lebens könne er mit zunehmenden Daten weiter wachsen: „So lässt sich nicht nur eine personalisierte Gesundheitsversorgung gewährleisten, sondern auch eine Verbesserung der F&E-Tätigkeit zur Entwicklung neuer Medikamente.“

Die Studie „Digitalization in life sciences – Integrating the patient pathway into the technology ecosystem“ kann hier kostenlos heruntergeladen werden.

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