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Keine Achema 2021 Leitmesse Achema auf 2022 verschoben

Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Jetzt ist es passiert und hat auch die Leitmesse der Prozessindustrie erwischt: Die Dechema Ausstellungsgesellschaft hat die Reißleine frühzeitig gezogen und die Achema auf 2022 geschoben. Im geplanten Zeitraum 2021 soll die interaktive Digitalveranstaltung Achema Pulse zwei Tage lang den Austausch der Branche ermöglichen.

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2018 fand die letzte Achema statt. Aufgrund der Corona-Pandemie soll die nächste Messe im Jahr 2022 an den Start gehen, statt wie geplant 2021.
2018 fand die letzte Achema statt. Aufgrund der Corona-Pandemie soll die nächste Messe im Jahr 2022 an den Start gehen, statt wie geplant 2021.
(Bild: Dechema / Helnut Stettin)

Frankfurt; Würzburg – Die Prozessindustrie-Leitmesse Achema 2021 wird auf den 4.-8. April 2022 verschoben. Diese Entscheidung fiel angesichts der anhaltenden Unsicherheit durch die Corona-Pandemie nach intensiver Diskussion mit der Community und im Achema-Ausschuss, so die Veranstalter. Vom 15.-16. Juni 2021 biete Achema Pulse mit Highlight-Sessions, hochkarätigen Diskussionen und Vorträgen sowie interaktiven Formaten der weltweiten Prozessindustrie Gelegenheit, sich über aktuellste Trends zu informieren und neue Kontakte zu knüpfen.

Sieben Monate vor dem Start haben die Organisatoren nach intensiver Rücksprache mit Ausstellern und Partnern entschieden, die Achema auf April 2022 zu verschieben. Mit dieser frühzeitigen Entscheidung will die Dechema vor allem den Ausstellern Planungssicherheit geben, denn auch für diese bedeutet ein Großereignis wie die Leitmesse einen langfristigen Vorbereitungs- und Investitionsaufwand. Der Achema-Ausschuss als Vertretung der Ausstellerschaft hatte zuvor ebenfalls einhellig eine Verschiebung auf 2022 befürwortet, verbunden mit einem starken Bekenntnis zur Achema.

„Unser Anspruch ist, der globale Treffpunkt für die Prozessindustrie zu sein und sie mit allen Sinnen erlebbar zu machen“, erklärt Dr.-Ing. Thomas Scheuring, Geschäftsführer der Dechema Ausstellungsgesellschaft. „Diesem Anspruch können wir nach derzeitigem Stand im Juni 2021 nicht gerecht werden, denn wir müssen davon ausgehen, dass zu diesem Zeitpunkt Reisen noch nicht wieder uneingeschränkt möglich sein werden.“ In der Verschiebung um rund ein Dreivierteljahr sehen die Organisatoren die Chance, eine vielfältige, lebendige und multisensorische Achema zu gestalten. „Wir wollen die Erwartungen der Aussteller und Besucher an eine Achema erfüllen“, erläutert Dr. Björn Mathes, stellvertretender Geschäftsführer der Dechema Ausstellungsgesellschaft. Das setze ein umfangreiches Ausstellungsgeschehen und die Möglichkeit zum persönlichen Kontakt voraus.

Digitalformat soll die Branche 2021 zusammenbringen

Aussteller und Besucher müssen auf den globalen Austausch zu den aktuellsten Trends der Chemie-, Pharma- und Lebensmittelindustrie im Juni 2021 aber nicht verzichten: Achema Pulse soll vom 15.-16. Juni 2021 Inspirationen für neue Lösungen geben, die die Branchen gerade jetzt dringend brauche. Vorträge von hochkarätigen und visionären Referenten beleuchten die aktuellsten Fragen der Prozessindustrie, verknüpft mit interaktiven Diskussionsformaten und Vorträgen, die wesentliche, weltweit relevante Themen aufgreifen. Dazu gehört neben den Fokusthemen Digital Lab, Modular and Connected Production und Product and Process Security der Launch des Digital Hub mit seinen vielfältigen Aspekten. Aber auch Nachhaltigkeitsfragen stehen auf der Agenda. In virtuellen Praxisforen können sich Teilnehmer über konkrete Technologieentwicklungen informieren. Außerdem stellen die Siegerteams der ersten Achema Innovation Challenge ihre Lösungen vor. Bei diesem interaktiven Wettbewerb entwickeln Teams von Studierenden, aus Unternehmen oder von Startups Lösungen zu Fragestellungen, die aktuell viele Unternehmen umtreiben. Die Challenge startet im Januar 2021, die Vorregistrierung startet in Kürze.

Begleitend können Aussteller und Teilnehmer auf der Achema-Pulse-Plattform ihr Business-Netzwerk gezielt ausbauen, Kontakte knüpfen und ins Gespräch kommen. Die Plattform verzichte bewusst auf eine grafisch animierte Ausstellung. Stattdessen biete sie vollständig integrierte digitale Unternehmens- und Produkt-/Serviceprofile, in denen Aussteller die Vielfalt ihrer Angebote individuell darstellen können. Teilnehmer können jederzeit via Chat, Audio- oder Videocall miteinander in Kontakt treten. Ausgefeilte Matchmaking-Möglichkeiten erlauben darüber hinaus die Kontaktaufnahme auf Basis von Angeboten oder Gesuchen oder sogar ein Speeddating auf der Grundlage gemeinsamer Interessensgebiete, so der Veranstalter. Der intelligente individuelle Kalender sorge dafür, dass die Zeit optimal genutzt werden kann.

Damit werde Achema Pulse zur interaktiven und flexiblen Business-Plattform der Prozessindustrie, die das Achema-Motto „Inspiring Sustainable Connections“ weiter mit Leben erfüllt. „Bei der Plattform-Entwicklung war es uns wichtig, dass die Community zahlreiche Möglichkeiten hat, sich diese Business-Plattform zu Nutze zu machen und selbst Themen oder Inhalte zu erstellen. Mehr digitale Interaktion ist ein Bestandteil des strategischen Konzepts zukünftiger Achemas, und wir sind froh, dass wir sehr frühzeitig mit der Entwicklung eines entsprechenden Angebots begonnen haben“, sagt Mathes. Das sei kein Ersatz für eine physische Ausstellung, sondern eine Ergänzung, die aber bereits jetzt die Möglichkeit biete, Impulse zu setzen und Kontakte anzubahnen, die sich bis April 2022 weiter entwickeln können.

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