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Umkehrosmose Leistungsfähigkeit unter extremen Bedingungen

Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Zwei Umkehrosmose Anlagen, die bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt betrieben werden, versorgen die Forschungsstationen Rothera und Signy mit Trinkwasser. In zwölf Jahren haben die Anlagen ihre Leistungsfähigkeit in der Antarktis bewiesen.

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Die Umkehrosmoseanlagen werden vor Auslieferung noch mal komplett überprüft.
Die Umkehrosmoseanlagen werden vor Auslieferung noch mal komplett überprüft.
(Bild: Dow)

Barcelona – Seit 2003 versorgen zwei Umkehrosmose (RO)-Anlagen zwei der bedeutendsten Forschungsstationen der British Antarctic Survey, die sich in Rothera und Signy befinden, mit dem Trinkwasser, das von ihren Bewohnern täglich genutzt wird. Bei niedrigen Temperaturen von –1,5 °C habe die Anlage in den letzten zwölf Jahren eine langfristige und stabile Leistung gezeigt und tue dies weiterhin.

Dow Water & Process Solutions, ein Unternehmen auf dem Gebiet der nachhaltigen Wasserabscheidung und Reinigungstechnologien und ein Geschäftszweig der Dow Chemical Company, hat die Robustheit seiner Filmtec Umkehrosmoseelemente unter den extremen Bedingungen der Antarktis unter Beweis gestellt, so das Unternehmen.

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Die RO-Systeme wurden von Salt Separation Services gebaut, ein auf Offshore-Öl- und Gas-, Marine- und Industrieanlagen spezialisiertes Unternehmen, und sind mit Filmtec SW30-4040 RO-Elemente ausgestattet, die eine extrem hohe Produktivität bei gleichzeitiger exzellenter Salzabweisung bieten. Diese Membranelemente werden in einem automatisierten Fertigungsprozess hergestellt, der Präzision, Konsistenz und Zuverlässigkeit gewährleistet. Sie wurden für die Anlagen in der Antarktis ausgewählt, da sie eine gute Wahl für den Einsatz in mittelgroßen Entsalzungsanlagen sind, die weniger als etwa zehn Gallonen pro Minute (2300 l/h) Permeat erzeugen.

Tendenziell niedrigere Werte als in der Prognose

Die RO-Technologie in der Station Rothera hat eine Aufbereitungskapazität von 15 m³ Meerwasser pro Tag, während in der Station Signy 5 m³ Meerwasser pro Tag verarbeitet werden, um das in den Anlagen benötigte Wasser bereitzustellen.

Während der ersten zweieinhalb Monate des Betriebs wurden die normalisierten Salzabstoß- und Permeatdurchflußdaten fast täglich gesammelt und zeigten Werte, die gleich oder niedriger waren als die, die in der Vorhersage-Software für die Umkehr-Osmose-Systemanalyse (Rosa) wiedergegeben wurden, was die hervorragende Elementleistung bestätigte. Darüber hinaus blieb der normalisierte Permeatstrom während des Datenerfassungszeitraums sehr stabil und zeigte keine negativen Auswirkungen durch den Langzeitbetrieb bei niedrigen Temperaturen.

Wegweisende Polarforschungseinrichtungen

Die Technologien von Dow Water & Process in der Antarktis sind in zwei der wichtigsten Forschungsstationen der British Antarctic Survey, einer weltweit führenden Forschungsorganisation für Polargebiete, im Einsatz. Die Forschungsstation Rothera, die sich auf der Insel Adelaide westlich der Antarktischen Halbinsel befindet, liefert wichtige Informationen über den Klimawandel, über die Reaktion der Arten auf den Klimawandel und verbessert die Fähigkeit zur Modellierung des Klimawandels und Vorhersagen über den Anstieg des Meeresspiegels. Die Forschungsstation Signy hingegen, die sich auf den entlegenen Süd-Orkney-Inseln befindet, konzentriert sich auf die Untersuchung der Vogelpopulationen und der terrestrischen Ökologie der Region und bietet Biologen die seltene Gelegenheit, grundlegende Prozesse zu verstehen, die sich in komplexeren Ökosystemen nicht lösen lassen würden.

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