Suchen

25 Millionen Euro Investition Lanxess steigert Effizienz des Produktionsstandorts in Antwerpen

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Lanxess stärkt seinen integrierten Produktionskomplex für Polyamide und Kunststoff-Vorprodukte in Antwerpen. Mit Investitionen von rund 25 Millionen Euro in diesem Jahr wird der Spezialchemie-Konzern vor allem Maßnahmen zur weiteren Effizienzsteigerung umsetzen.

Firmen zum Thema

Mit einer 25 Millionen Euro Investition will Lanxess für eine Effizienzsteigerung der Kunststoff-Wertschöpfungskette am Standort Antwerpen sorgen.
Mit einer 25 Millionen Euro Investition will Lanxess für eine Effizienzsteigerung der Kunststoff-Wertschöpfungskette am Standort Antwerpen sorgen.
(Bild: Lanxess)

Antwerpen/Belgien – „Unser integrierter Produktionskomplex in Lillo ist das Rückgrat unseres globalen Geschäfts für Hochleistungs-Kunststoffe. Deshalb stärken wir die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes kontinuierlich. Seit 2004 haben wir mehr als 300 Millionen Euro in Lillo investiert“, sagte Matthias Zachert, Vorsitzender des Vorstands von Lanxess.

50 Jahre Caprolactam-Produktion

Die Investitionsankündigung erfolgte anlässlich des 50. Jubiläums der Caprolactam-Produktion am Standort. Caprolactam ist ein zentrales Vorprodukt für die Herstellung der Hochleistungs-Kunststoffe von Lanxess. Neben der Automobilindustrie kommen diese Kunststoffe bei Elektro- und Elektronik-Anwendungen zum Einsatz. In den vergangenen Jahren hat sich Lanxess auf die Ausbalancierung seiner integrierten Wertschöpfungskette für die Produktion von Hochleistungs-Kunststoffen fokussiert, weshalb der größte Teil der hergestellten Zwischenprodukte inzwischen für den Eigenbedarf genutzt wird.

Event-Tipp der Redaktion Das von PROCESS organisierte Energy Excellence Forum am 10. Mai 2017 im Industriepark Höchst in Frankfurt am Main zeigt eine Vielzahl von technischen Konzepten und Lösungen zur Steigerung der Energieeffizienz auf. Welche Themen beim letztjährigen Energy Excellence Forum diskutiert wurden, lesen Sie in unserem Beitrag „Energiekosten sparen – wettbewerbsfähig bleiben“.

Ein Meilenstein bei der Umsetzung dieser Strategie war der Bau einer Polymerisations-Anlage mit einer jährlichen Kapazität von 90.000 t, die direkt mit der Caprolactam-Produktion verbunden ist. Seit dem Start der Anlage im Sommer 2014 wird das Polyamid von Antwerpen zu Lanxess Compounding-Anlagen auf der ganzen Welt geliefert, wo es zu Hochleistungs-Kunststoffen weiterveredelt wird.

Beeindruckende Historie

Die Produktion am Standort begann vor einem halben Jahrhundert am 24. April 1967. Die Anlage war ein Pionierbetrieb im Hafengebiet, das sich zum größten integrierten Chemie-Cluster in Europa entwickelt hat. Als Lanxess 2004 an den Start ging, verfügte der Komplex über eine Kapazität von 160.000 t Caprolactam pro Jahr, die bis heute auf 220.000 t pro Jahr ausgebaut wurde. Seit dem Anfahren der Anlage vor 50 Jahren wurden 6.252.000 t Caprolactam produziert. Das Chemieunternehmen hat nicht nur die Kapazitäten erweitert, sondern die Anlage auch modernisiert. Eine der wichtigen Maßnahmen in jüngerer Zeit war die Implementierung einer nahezu energieautarken Infrastruktur.

(ID:44657443)