-Werk Lanxess legt Grundstein für Butylkautschuk-Werk in Singapur

Redakteur: Anke Geipel-Kern

Lanxess, hat den Grundstein für ein neues Butylkautschuk-Werk in Singapur gelegt und investiert dafür 400 Millionen Euro. Die Anlage soll 100 000 Jahrestonnen produzieren.

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Lanxess legt den Grundstein für die Butyl-Kautschuk-Anlage auf Jurong Island in Singapur. (Von links nach rechts: Ron Commander, Head of the Businesss Unit Butyl Rubber; Beh Swan Gin, Managing Director, Singapore Economic Development Board; Werner Breuers, Member of the Board of Management, LANXESS AG; Lim Hng Kiang, Minister for Trade and Industry; Axel C. Heitmann, Chairman of the Board of Management;Joerg Ranau, Ambassador to Singapore, Federal Republic of Germany;Heah Soon Poh, Director, Biomedical & Chemicals Cluster; Ian Wood, Country Representative Singapore, Lanxess (Bild: (Lanxess))
Lanxess legt den Grundstein für die Butyl-Kautschuk-Anlage auf Jurong Island in Singapur. (Von links nach rechts: Ron Commander, Head of the Businesss Unit Butyl Rubber; Beh Swan Gin, Managing Director, Singapore Economic Development Board; Werner Breuers, Member of the Board of Management, LANXESS AG; Lim Hng Kiang, Minister for Trade and Industry; Axel C. Heitmann, Chairman of the Board of Management;Joerg Ranau, Ambassador to Singapore, Federal Republic of Germany;Heah Soon Poh, Director, Biomedical & Chemicals Cluster; Ian Wood, Country Representative Singapore, Lanxess (Bild: (Lanxess))

Lanxess beginnt mit dem Bau für ein neues Butylkautschuk-Werk in Singapur und hat jetzt den Grundstein dafür gelegt. Die Anlage auf der Halbinsel Jurong Island ist für eine Kapazität von 100 000 Jahrestonnen ausgelegt und kostet bis zu 400 Millionen Euro. 10 bis 15 Prozent davon fließen laut Lanxess in UmweltschutzprojekteLanxess-Vorstandsvorsitzender Axel C. Heitmann bezeichnet das Vorhaben als die bisher größte Investition in der fünfjährigen Unternehmensgeschichte. Die Investition unterstreiche die Bedeutung des Kautschuk-Geschäfts und soll die wachsenden Märkten in Asien bedienen.

Das neue Kautschukwerk entsteht auf einem 200000 Quadratmeter großen Gelände, das von der JTC Corporation, einer Vermittlungsgesellschaft des Ministeriums für Handel und Industrie in Singapur, geleast wurde. Die langfristige Belieferung mit Isobuten, den wichtigen Grundstoff zur Produktion von Butylkautschuk, ist durch den benachbarten Shell-Cracker sichergestellt. Lanxess will mit der Anlage bis zu 200 neue, hoch qualifizierte Arbeitsplätze schaffen und diese Stellen überwiegend lokal besetzen. Während der Bauphase werden in der Spitze rund 1500 Arbeiter auf dem Gelände tätig sein.

Dank einer neuen Technologie soll der Herstellungsprozess des Butylkautschuk deutlich weniger Dampf verbrauchen als konventinelle Verfahren, sodass der Energieverbrauch der Anlage insgesamt sinkt. Geplant sind auch thermische Abgasanlagen, die den Schadstoffausstoß reduzieren sollen. Ergänzt werden soll die Produktion durch eine effiziente Abwasserreinigungsanlage und geschlossene Kreisläufe, die im Vergleich zu herkömmlichen Standards deutlich weniger Abwasser entstehen werden.

Mit der neuen Anlage will Lanxess die wachsende Nachfrage nach Butylkautschuk für Reifen bedienen. Das Unternehmen erwartet, dass die chinesische und indische Mittelschicht mehr Autos kauft und mobiler wird. Butylkautschuk eignet sich außerdem für den Einsatz in der pharmazeutischen Industrie, insbesondere in Asien.

In den kommenden Jahren erwartet das Unternehmen für den Butylkautschuk-Markt wieder durchschnittliche Wachstumsraten von über drei Prozent. Lanxess berichtet, dass die beiden Kautschukwerke in Zwijndrecht (Belgien) und Sarnia (Kanada) mit voller Auslastung produzieren .

Butylkautschuk zeichnet sich aufgrund der Eigenschaften der Rohmaterialien Isobutyl und Isopren durch hohe Luftundurchlässigkeit aus. Die größte Einsatzmöglichkeit liegt in der Herstellung von „Innerlinern“ – das ist die innerste Lage eines Reifens, die verhindert, dass Luft entweicht – und Schläuchen. Die Reifenindustrie setzt Halobutyl als Innerliner für Auto-, LKW-, Bus- und Flugzeugreifen ein. Butylkautschuk findet sich in Innenschläuchen von Reifen für Autos, LKW und Fahrräder oder in Sportbällen. Spezielle Anwendungen sind Dichtungen und Verschlüsse für die Pharmabranche. Der Einsatz von Butylkautschuk in der Kaugummi-Produktion ist ein interessantes Nebengeschäft.

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