EPDM Lanxess investiert zwölf Millionen Euro in EPDM-Produktion in den Niederlanden

Redakteur: Marion Henig

Lanxess investiert zwölf Millionen Euro in seinen niederländischen Standort Geleen. Mit diesem Investment stellt der Spezialchemie-Konzern 50 Prozent der dortigen Produktion für Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk (EPDM) auf die innovative Keltan ACE-Technologie um.

Firmen zum Thema

Von Links nach rechts: Günther Weymans, Landessprecher für Lanxess Niederlande; Sjaar Cox, Bürgermeister von Sittard-Geleen; Lanxess-Vorstandsmitglied Werner Breuers; Lanxess Vorstandsvorsitzender Axel C. Heitmann; Mark Verheijen, Regional Minister für Wirtschaft und Finanzen der Provinz Limburg; Jos L. Schneiders, Direktor für Spezialprojekte DSM; Bas Pulles, Bevollmächtiger für Auslandsinvestitionen der Niederlande; Ger Wagemans, Generaldirektor von Chemelot Campus; Atzo Nicolaï, Präsident von DSM Niederland B.V. (Bild: Lanxess)
Von Links nach rechts: Günther Weymans, Landessprecher für Lanxess Niederlande; Sjaar Cox, Bürgermeister von Sittard-Geleen; Lanxess-Vorstandsmitglied Werner Breuers; Lanxess Vorstandsvorsitzender Axel C. Heitmann; Mark Verheijen, Regional Minister für Wirtschaft und Finanzen der Provinz Limburg; Jos L. Schneiders, Direktor für Spezialprojekte DSM; Bas Pulles, Bevollmächtiger für Auslandsinvestitionen der Niederlande; Ger Wagemans, Generaldirektor von Chemelot Campus; Atzo Nicolaï, Präsident von DSM Niederland B.V. (Bild: Lanxess)

Leverkusen/Sittard-Geleen - Vom Geleen aus steuert Lanxess sein weltweites Geschäft mit EPDM-Kautschuk. Im Laufe des Jahres 2013 will Lanxess in die größte der drei Produktionslinien vor Ort die neue Keltan ACE-Technologie implementieren. Das betrifft rund die Hälfte der gesamten Produktionskapazität von 160.000 Tonnen pro Jahr.

Gegenüber herkömmlichen Produktionsverfahren reduziert die Keltan ACE-Technologie nach Unternehmensaussage den Energiebedarf für die Kautschukherstellung, und es fallen keine Katalyse-Rückstände an. Darüber hinaus erlaube das Verfahren, neue Sorten von EPDM-Kautschuk zu produzieren.

Bildergalerie

Lanxess plant am Standort Geleen außerdem eine neue Zentrale für sein weltweites Geschäft mit EPDM-Kautschuk. Das Gebäude für bis zu 120 Mitarbeiter wird auf dem Gelände des Chemieindustrie-Parks Chemelot errichtet. Baubeginn ist im Frühjahr 2012. Der Einzug ist für Anfang 2013 geplant.

EPDM bei Lanxess

Im Mai 2011 hatte Lanxess das Kautschukgeschäft der Royal DSM für 310 Millionen Euro mit allen 420 Beschäftigten weltweit, davon 260 in Sittard-Geleen, übernommen. „Die Integration des zusätzlichen EPDM-Geschäfts bei Lanxess läuft reibungslos und trägt schon jetzt deutlich zum Konzernergebnis bei“, sagte Günther Weymans, Lanxess Landessprecher für die Niederlande und Leiter des Geschäftsbereichs Technical Rubber Products.

Vor kurzem hat Lanxess angekündigt, ab Ende des Jahres EPDM-Kautschuk aus Ethylen auf biologischer Basis herzustellen. Dies wird die weltweit erste Form von EPDM-Kautschuk auf biologischer Basis sein und unter dem Markennamen Keltan Eco vermarktet werden. (process.de berichtete)

EPDM wird üblicherweise unter Verwendung der auf Erdöl basierenden Rohstoffe Ethylen und Propylen produziert. Alternativ plant Lanxess die Verwendung von Ethylen, das vollständig aus dem nachwachsenden Rohstoff Zuckerrohr hergestellt wird. Dazu wird Ethanol mittels Dehydratisierung aus brasilianischem Zuckerrohr gewonnen. Das Unternehmen Braskem S.A. wird das bestehende EPDM-Werk von Lanxess in Triunfo, Brasilien, zukünftig über eine Pipeline mit dem Ethylen beliefern.

Triunfo produziert derzeit 40.000 Jahrestonnen des regulären EPDM-Kautschuks, und es wird erwartet, dass die ersten Chargen des Keltan Eco mehrere hundert Tonnen betragen werden.

(ID:29537060)