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Kapazitätserweiterung Lanxess investiert 60 Millionen Euro in Mehrzweck-Produktionsanlage

| Redakteur: Dipl.-Medienwirt (FH) Matthias Back

Der Spezialchemie-Konzern Lanxess investiert rund 60 Millionen Euro in den Ausbau der Leverkusener Produktionsstätten von Saltigo. Der Baubeginn ist für Mitte nächsten Jahres geplant, die Produktion soll Ende 2017 aufgenommen werden. Mit dem Ausbau sollen zehn neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

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Die Lanxess-Tochter Saltigo baut ihre Mehrzweck-Produktionsanlagen in Leverkusen aus.
Die Lanxess-Tochter Saltigo baut ihre Mehrzweck-Produktionsanlagen in Leverkusen aus.
(Bild: Saltigo)

Leverkusen – Die größte Einzelinvestition für Saltigo seit Gründung des Feinchemieunternehmens im Jahr 2006 soll die Marktposition der Lanxess-Tochtergesellschaft nachhaltig stärken. Deshalb baut die Lanxess-Tochter im Zentralen Technikum Organisch (Zeto) ihre Mehrzweck-Produktionsanlagen signifikant aus. „Allein für den Bereich Pflanzenschutz rechnen wir trotz einer aktuell schwächeren Nachfrage bis zum Jahr 2025 mit einem Marktwachstum von durchschnittlich drei Prozent pro Jahr. Um mit unseren Kunden zu wachsen, bauen wir die Synthesekapazitäten für das Custom Manufacturing im Zeto um etwa ein Drittel aus“, sagt Saltigo-Geschäftsführer Wolfgang Schmitz. Ein Teil der künftigen Kapazitäten ist bereits vertraglich abgesichert.

Einen großen Anteil der Investitionssumme wird Saltigo einsetzen, um seine Mehrzweckanlagen mit zusätzlichen Reaktoren zu erweitern und um zwei neue Feststoffisolierungs- sowie Trocknungslinien zu errichten. Darüber hinaus wird eine noch effizientere Versorgung der Produktion mit Rohstoffen und Lösungsmitteln durch den Bau eines neuen Containerlagers neben dem Betrieb sichergestellt. Die Planung lässt auch Spielraum für einen weiteren Ausbau dieser Lagerkapazität. Die gesamte Anlage wird mit einem neuen Prozessleitsystem ausgestattet, um höchste qualitative Anforderungen mit maximaler Produktivität zu verbinden.

Herz der Feinchemie in Leverkusen

Das Zeto ist von zentraler Bedeutung für Saltigo. Aktuell werden dort jährlich in einer Kombination von 70 flexibel verschaltbaren Reaktormodulen und zehn Feststoffisolierungsstraßen eine Vielzahl von Produkten hergestellt, im Maßstab von unter 100 Kilogramm bis in den Bereich von mehreren tausend Tonnen. Charakteristisch für das Zeto und weitgehend einzigartig ist das breite Portfolio an technischer Ausrüstung sowie an verfügbaren Synthesetechnologien, die sich fast beliebig kombinieren lassen.

Dazu zählen chemische Kernkompetenzen wie Chlorierungen, Fluorierungen, Hydrierungen und Tieftemperaturreaktionen bis -100 °C. Metallorganische sowie homogen katalysierte Reaktionen oder enzymkatalysierte Syntheseschritte ergänzen das Angebot. Das Technologieportfolio wird in Zusammenarbeit mit Forschungsabteilungen und in Kooperationen mit Universitäten ständig erweitert und an die Anforderungen der Kunden angepasst.

Optimale Produktionsbedingungen in Leverkusen

Mit der Investition in Leverkusen stärkt Lanxess seinen weltweit größten Standort für die Agrochemie. Mehr als ein Drittel der dort ansässigen Betriebe des Konzerns stellen Produkte her, die nach der Weiterverarbeitung durch agrochemische Unternehmen in der Landwirtschaft eingesetzt werden.

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