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Geschäftszahlen Lanxess erwartet für 2018 besseres Ergebnis als im Vorjahr

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Der Spezialchemie-Konzern Lanxess präzisiert nach einem guten Geschäftsverlauf im zweiten Quartal seine Ergebnisprognose für 2018. Der Konzern erwartet nun einen Anstieg des operativen Ergebnisses am oberen Rand der im Mai genannten Bandbreite von fünf bis zehn Prozent. Im Vorjahr lag das vergleichbare Ebitda vor Sondereinflüssen bei rund 925 Millionen Euro.

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Seit August 2013 steuert der Spezialchemie-Konzern offiziell seine weltweiten Geschäfte vom Kölner Lanxess Tower aus.
Seit August 2013 steuert der Spezialchemie-Konzern offiziell seine weltweiten Geschäfte vom Kölner Lanxess Tower aus.
(Bild: Lanxess)

Köln – Im zweiten Quartal stieg der globale Umsatz von Lanxess um 6,8 % auf 1,83 Milliarden Euro nach 1,71 Milliarden Euro im Vorjahresquartal. Das Ebitda vor Sondereinflüssen verbesserte sich um 3,6 % auf 290 Millionen Euro nach 280 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Die positive Ergebnisentwicklung hatte vor allem drei Gründe: Erstens den Beitrag der ehemaligen Chemtura-Geschäfte. Sie machen einen wesentlichen Teil des Segments Specialty Additives aus, das das beste Quartalsergebnis seit der Akquisition des US-Unternehmens verzeichnete. Zweitens wirkten sich die Anpassung der Verkaufspreise aufgrund gestiegener Rohstoffkosten sowie drittens die erzielten Synergien aus der Chemtura-Integration positiv auf das Ergebnis aus.

„Unsere strategischen Entscheidungen der vergangenen Jahre zahlen sich zusehends aus. So tragen die zugekauften Chemtura-Geschäfte, die seit nunmehr einem Jahr in unsere Zahlen einfließen, maßgeblich zum Rekordergebnis unseres Additiv-Segments im zweiten Quartal bei“, sagt Lanxess-Vorstandsvorsitzender Matthias Zachert. „Daher präzisieren wir unsere Jahresprognose und erwarten nun einen EBITDA-Anstieg am oberen Ende der Bandbreite – trotz Gegenwind durch die Dollar-Schwäche und geopolitischer Unwägbarkeiten.“ Das Konzernergebnis verbesserte sich signifikant auf 126 Millionen Euro nach drei Millionen Euro im Vorjahresquartal, in dem hohe Sonderaufwendungen verbucht wurden. Vom Konzernergebnis entfielen 97 Millionen Euro auf die vier Lanxess-Segmente und 29 Millionen Euro auf das so genannte nicht fortgeführte Arlanxeo-Geschäft.

Geschäftsentwicklung in den Segmenten

Der Umsatz des Segments Advanced Intermediates lag im zweiten Quartal 2018 mit 546 Millionen Euro um 8,1 % über dem Vorjahreswert von 505 Millionen Euro. Das Ebitda vor Sondereinflüssen entsprach mit 97 Millionen Euro dem Wert des Vorjahres. Zum Teil deutlich gestiegene Einstandspreise für Rohstoffe und Energien wurden über Anpassungen der Verkaufspreise an die Kunden weitergegeben. Auch das im Vorjahr mit der Chemtura-Übernahme erworbene Organometalle-Geschäft leistete einen positiven Ergebnisbeitrag.

Im Segment Specialty Additives stieg der Umsatz um 15,2 % auf 508 Millionen Euro nach 441 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Das Ebitda vor Sondereinflüssen lag mit 91 Millionen Euro um 21,3% über dem Vorjahreswert von 75 Millionen Euro. Maßgeblich für die positive Entwicklung waren der Beitrag der erworbenen Chemtura-Geschäfte und die mit der Akquisition verbundenen Synergien.

Im Segment Performance Chemicals ging der Umsatz gegenüber dem starken Vorjahr um 3,0 % auf 356 Millionen Euro nach 367 Millionen Euro zurück. Die im Vorjahr erfolgte Veräußerung des Chlordioxid-Geschäfts der Business Unit Material Protection Products spiegelte sich im reduzierten Umsatz wider. Das Ebitda vor Sondereinflüssen lag mit 58 Millionen Euro um 27,5 % unter dem Vorjahreswert von 80 Millionen Euro. Das anhaltend schwache Chromerz-Geschäft in der Business Unit Leather, ungünstige Wechselkurse und höhere Einstandskosten für Rohstoffe drückten auf das Ergebnis.

Im Segment Engineering Materials wuchs der Umsatz deutlich um 10,5 % auf 399 Millionen Euro nach 361 Millionen Euro im Vorjahr. Das Ebitda vor Sondereinflüssen stieg um 12,5 % auf 81 Millionen Euro nach 72 Millionen Euro. Die Ergebnisverbesserung resultierte aus gestiegenen Mengen, vor allem bei Hochleistungskunststoffen für den Leichtbau, und dem Beitrag des im Zuge der Chemtura-Übernahme erworbenen Urethane-Geschäfts.

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