Membran-Filtration Lanxess baut neues Werk für Membran-Filtrationstechnologie in Deutschland

Redakteur: Marion Henig

Der Spezialchemie-Konzern Lanxess investiert am Standort Bitterfeld 30 Millionen Euro in ein neues Werk und steigt damit in ein neues Geschäftsfeld zur Wasseraufbereitung ein: die Membran-Filtration.

Firmen zum Thema

Lanxess errichtet am Standort Bitterfeld ein neues Werk für Membranen (links im Bild), die in der Wasseraufbereitung zum Einsatz kommen. Rechts die bereits bestehende Anlage, in der Ionenaustauscherharze hergestellt werden. (Bild: Lanxess)
Lanxess errichtet am Standort Bitterfeld ein neues Werk für Membranen (links im Bild), die in der Wasseraufbereitung zum Einsatz kommen. Rechts die bereits bestehende Anlage, in der Ionenaustauscherharze hergestellt werden. (Bild: Lanxess)

Leverkusen/Bitterfeld – Lanxess wird in Bitterfeld eine Membran-Filtrationstechnologie entwickeln und produzieren. Die neue Anlage soll Ende dieses Jahres für eine Pilotierungs- und Entwicklungsphase angefahren werden. Im Jahr 2011 werden nach derzeitiger Planung die ersten Produkte auf den Markt kommen. Auf insgesamt 4000 Quadratmetern entstehen neben der neuen Produktionsanlage auch Labore, Logistikflächen und Büros. Das Investitionsvolumen für das Gesamtprojekt liegt bei 30 Millionen Euro. Das Bundesland Sachsen-Anhalt fördert das Vorhaben mit bis zu sechs Millionen Euro. Lanxess will damit langfristig 200 neue Arbeitsplätze am Standort Bitterfeld schaffen.

Neben Bitterfeld waren andere Standorte wie etwa in Spanien oder Singapur im Gespräch. Die Wahl fiel auf den deutschen Standort aufgrund der guten Infrastruktur. „Diese guten Rahmenbedingungen sowie die geplanten Kooperationen mit Hochschulen und Universitäten in der Region haben im internationalen Wettbewerb gegen andere Standorte den Ausschlag für Bitterfeld gegeben“, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Lanxess AG, Axel C. Heitmann, während einer Pressekonferenz anlässlich des ersten Spatenstichs am Donnerstag in Bitterfeld. Der Neubau des Werks soll Hand in Hand gehen mit einem intensiven Forschungs- und Entwicklungsprogramm, das Lanxess am Standort und in der Region etablieren will. Mit der Standortentscheidung will sich Lanxess laut Heitmann auch zum Wirtschaftsstandort bekennen, der im internationalen Wettbewerb vor allem mit Know-how und Hochleistungs-Technologien bestehen könne. 2010 will Lanxess rund 150 Millionen Euro an seinen deutschen Standorten investieren – und damit etwas mehr als im vergangenen Jahr.

Bildergalerie

(Lesen Sie auf Seite 2 mehr zur Entwicklung des Lanxess-Geschäftsfeldes Wasseraufbereitung und Investitionen in Indien)

(ID:20023240)