Worldwide China Indien

CDP-Studie für die Chemiebranche

Langsamer Fortschritt bei der CO2-Reduktion

| Redakteur: Alexander Stark

Der Chemiesektor gehört beim Energiekonsum zu den Großverbrauchern und ist für ein Achtel der industriell verursachten CO2-Emissionen verantwortlich.
Der Chemiesektor gehört beim Energiekonsum zu den Großverbrauchern und ist für ein Achtel der industriell verursachten CO2-Emissionen verantwortlich. (Bild: Pixabay CC0)

Eine kürzlich von der gemeinnützigen Wohltätigkeitsorganisation CDP veröffentlichte Studie zeigt, dass die Chemiebranche Fortschritte beim Klimaschutz macht, dass jedoch zügig weitere Innovationen nötig sind, um das im Paris-Abkommen vereinbarte 2-Grad-Ziel zu erreichen.

London/Großbritannien — Ein aktueller Bericht „Katalysator für den Wandel“ analysiert jetzt 22 der größten internationalen Chemieunternehmen mit einer gemeinsamen Marktkapitalisierung von 626 Milliarden Dollar (ca. 528 Milliarden Euro) und einem Anteil von einem Viertel an den CO2-Emissionen des Chemiesektors von insgesamt 276 Millionen metrischen Tonnen im Jahr.

Die Chemieindustrie gehört zu den größten Energieverbrauchern und ist für etwa ein Achtel der industriell verursachten CO2-Emissionen verantwortlich. Als Schlüsselindustrie der Weltwirtschaft hängen beinahe alle verarbeiteten Güter (95 %) von Chemieprodukten ab.

Trotz seiner Innovationsfähigkeit bei der Verringerung des Kohlenstoffdioxidausstoßes, wird die Branche sich nach Ansicht von CDP anstrengen müssen, um ihre hohen Emissionen signifikant zu dekarbonisieren.

Der CDP-Bericht belegt, dass die Chemieunternehmen auf der Produktseite weiterhin klimaschonendere Lösungen entwickeln und von der Umstellung auf CO2-neutralere Produkte profitieren — etwa 20 % ihres Gewinns machen die Unternehmen in diesem Bereich. Dies entspricht beinahe 83 Milliarden Dollar (ca. 70 Milliarden Euro).

Fortschritte macht die Branche laut Studienersteller demnach auch bei der Verringerung ihrer Emissionen und bei der Energieeffizienz. Im Jahresvergleich verbessern diese Maßnahmen die Klimabilanz der Chemieunternehmen um 2 bis 5 %.

Der Bericht nennt auch weitere potenzielle Risiken für den Chemiesektor:

Unterschiedliche regulatorische Risiken: Europäische Chemieunternehmen wie Akzo Nobel und BASF müssen strengere Regulationen beim CO2-Ausstoß einhalten und haben deshalb potenziell höhere Investitionskosten in diesem Bereich.

Strengere staatliche Vorgaben in China: Die chinesischen Chemieunternehmen haben einen Anteil von 40 % am weltweiten Chemiemarkt, veröffentlichen aber keine Daten zum Umweltschutz. Das zum Jahresende 2017 in Kraft tretende System für den Emissionshandel in China wird die Industrieunternehmen landesweit fordern.

Kunststoffverpackungen: Eines der wichtigsten Endprodukte der Branche sind Kunststoffverpackungen. In Zukunft wird auch dieser Bereich zunehmend in den Fokus geraten.

Wie die Herausforderung Klimawandel bewältigt werden kann

Positionspapier: Klimawandel

Wie die Herausforderung Klimawandel bewältigt werden kann

10.06.15 - Das Deutsche Klima-Konsortium (DKK) hat ein Positionspapier mit dem Titel „Perspektiven für die Klimaforschung 2015 bis 2025“ veröffentlicht. Die drei zentralen Themen sind: Das Schließen von Lücken im Verständnis des Klimasystems, der Umgang mit Klimarisiken und die Rolle der Klimaforschung in der demokratischen Gesellschaft, mit dem Ziel, besser zugeschnittene Formen der Politikberatung zu entwickeln. lesen

Den Analysten zufolge ragte in diesem Jahr Akzo Nobel mit seinen Innovationen zur CO2-Reduktion hervor und gehört zu den beiden einzigen befragten Unternehmen, die einen wissenschaftlichen Ansatz für ihre Maßnahmen nutzen.

Diverse Unternehmen haben nicht an der Befragung teilgenommen und wurden daher auch nicht berücksichtigt. Dazu zählen: Asian Paints, Covestro, Ems-Chemie Holding, Petronas Chemicals und Nippon Paint.

Den CDP-Report Putting a price on carbon – Integrating climate risk into business planning" finden Sie hier.

Eine Zusammenfassung des Berichts in englischer Sprache ist über unten stehendes Link abrufbar.

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44945393 / Kommunikation)