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Kunststoffmesse K 2010

Kunststoffmesse K 2010 öffnet ihre Tore

| Redakteur: Anke Geipel-Kern

Beispielhafte Investition in Brasilien: Die MDI-Anlage von Bayer MaterialScience in Belford Roxo. (Bild: Bayer MaterialScience)
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Beispielhafte Investition in Brasilien: Die MDI-Anlage von Bayer MaterialScience in Belford Roxo. (Bild: Bayer MaterialScience)

Der frühe Vogel fängt den Wurm, lautet ein Sprichwort. Übertragen auf die Rohstoffhersteller der Kunststoffbranche heißt das, wer vor einigen Jahren in China investiert hat, kann jetzt die Ernte einfahren. Wie BASF und Co. vom Wachstum des Riesenreiches profitieren und welche Produktneuheiten auf dem Branchenevent zu sehen sind, hat PROCESS im Vorfeld der K 2010 analysiert.

Wenn am 27. Oktober die Kunststoffmesse K 2010 ihre Pforten öffnet, wird viel von globalen Trends die Rede sein, der überstandenen Krise und von China als dem Markt, auf den sich die Hoffnungen der ganzen Branche richten. Auch wenn die Standkonzepte der Branchengroßen in den Hallen 5 und 6 nichts von dem Einbruch verraten, der die Kunststoffwelt erschüttert hat – die Wirtschaftskrise hat die Branche gehörig durcheinander gerüttelt und die Höhenflüge der letzten Jahre auf ein realistisches Maß zusammengestutzt. „Wir haben gesehen, dass unser Geschäft sich volumenmäßig geändert hat“, sagt Patrick Thomas, Vorstandsvorsitzender von Bayer MaterialScience (BMS).

Nicht erst die Wirtschaftskrise hat gezeigt, wie zyklusabhängig und volatil das Geschäft mit den Kunststoffen ist. Sichtbar wird das auch an der regionalen Umsatzverteilung, die sich laut Thomas „seit 2004 dramatisch verändert hat.“ Schon längst nämlich sind die Europäer und Nordamerika nicht mehr die Hauptnutzer von Kunststoffen. Seit 2007 ist der Verbrauch in Asien nämlich größer als die Nachfrage in Europa und Nordamerika zusammen, besagen Zahlen, die BASF erhoben hat. Diesen Trend spiegeln auch die Umsätze wider.

BMS z.B. verdient in Europa immer noch viel Geld, aber der Umsatzanteil ist von 45 (2004) auf 40 Prozent (1. Quartal 2010) gesunken. Das gleiche gilt für Nordamerika – auch hier registrieren die Leverkusener in den letzten sechs Jahren stetig sinkende Umsätze. Warum das so ist, illustriert Thomas am Beispiel der chinesischen Automobilindustrie. Während in Europa bedingt durch historische Entwicklungen und eine hohe Richtliniendichte die Produktionszyklen im Autobau bei sechs Jahren liegen, sind die Chinesen um die Hälfte schneller und bringen alle drei Jahre neue Modelle heraus. Und da nicht nur die Chinesen Autos bauen, sondern auch die Koreaner und die Inder, sind die Folgen weithin sichtbar.

Ergänzendes zum Thema
 
Das erwartet Sie auf der K 2010

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