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Verdunstungskühlanlagen

Kühlwasserbehandlung – geht’s denn auch ohne Chemie?

| Autor / Redakteur: Dipl.-Ing. Hans-Jürgen Bittermann / Dr. Jörg Kempf

Um einer Verkeimung im Kühlturm bei längerer Abschaltung der Anlage entgegen zu wirken, ist ein Intervallbetrieb einstellbar. Die Anlage kann mithilfe einer Mikroprozessorsteuerung überwacht und gesteuert werden.

Kalkfrei durch elektrolytische Entsäuerung

Traditionelle Methoden gegen Verblockung behandeln das Systemwasser durch Ionenaustausch, wodurch Kalkbildner gegen andere Ionen ersetzt werden. Dies kann jedoch zu korrosiven Wassereigenschaften führen, somit zu Lochfraßkorrosion und letztendlich zu Leckagen. Das Aufbereitungssystem Scale Remover von pro-aqua behandelt Kühlwasser durch elektrolytische Entsäuerung bzw. gezielte Kalkfällung. Das Wasser ist somit weder korrosiv noch kalkaufbauend.

Bei der elektrolytischen Behandlung wird durch Gleichstrom ein positiver Pol als Anode und ein negativer Pol als Kathode erzeugt. In elektrisch leitendem Wasser schlägt sich demzufolge Calciumcarbonat durch die Konvertierung vom Hydrogencarbonat an der Kathode nieder. Der ausgeschiedene, überschüssige Kalk wird regelmäßig durch Regeneration ausgetragen. Hierzu ist kein Einsatz von Chemikalien nötig. Das ausgetragene Abwasser ist chemikalienfrei und kann direkt ins Kanalsystem geführt werden.

Das System hat durch elektrolytisch erzeugte, unterchlorige Säure auch eine desinfizierende Wirkung. Die Desinfektionsleistung hängt von der Wasserqualität bzw. dem Chloridgehalt ab. In einigen Fällen muss Natriumchloridlösung zudosiert werden, um diese Wirkung zu erzielen.

Fazit: Aufgeschreckt durch die Krankheits- und Todesfälle in Neu-Ulm, Warstein und Jülich aufgrund von Legionellen stehen Verdunstungs-Rückkühlwerke und deren bestimmungsgemäßer Betrieb im Fokus der Öffentlichkeit.

Deutschland bisher bei Regulierung von Rückkühlwerken nicht beispielgebend

Interview zum Legionellen-Ausbruch in Warstein

Deutschland bisher bei Regulierung von Rückkühlwerken nicht beispielgebend

15.04.14 - Professor Martin Exner gilt als einer der profiliertesten Legionellen-Experten Deutschlands und ist auch im Fall Warstein bei der wissenschaftlichen Aufklärung des Legionellen-Ausbruchs beteiligt. Im exklusiven PROCESS-Interview gibt er interessante Einblicke in einen beispiellosen Fall. lesen

Ob die Kühlwasseraufbereitung mit Chemie oder ohne erfolgt: Nur eine ganzheitliche Risikobewertung und verifizierte Kontrollen von Verdunstungs-Rückkühlwerken sichern den Betreiber vor juristischen Risiken, darauf weist die Cillit hin. Das von diesem Unternehmen entwickelte FIMP-Konzept „Facility Industry Management Package“ basiert auf einem ganzheitlichen Hygienemanagement und bietet diesen Schutz. Nicht zuletzt profitiere der Nutzer von reduzierten Betriebskosten.

* Der Autor ist freier Mitarbeiter bei PROCESS.

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