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Verdunstungskühlanlagen

Kühlwasserbehandlung – geht’s denn auch ohne Chemie?

| Autor / Redakteur: Dipl.-Ing. Hans-Jürgen Bittermann / Dr. Jörg Kempf

Das Verfahren besteht aus insgesamt fünf Komponenten, die aufeinander aufbauen:

  • Filtration ungelöster Stoffe: Der wartungsarme, automatische Rückspülfilter entfernt anorganische und organische Partikel ab einer Größe von 25 µm. Damit werden nachhaltig Korrosionsprodukte, Kalkpartikel, Abrieb, partikuläre Lufteinträge und Biofilmflocken aus dem Kreislaufwasser entfernt.
  • Biologische Nährstoff-Fixierung: Diese spezielle biologische Filtrationsstufe entzieht dem Umlaufwasser die gelösten Nährstoffe. Den Bakterien im Kühlkreislauf wird die Lebensgrundlage genommen, was zu einer nachhaltigen Verringerung der Keimzahlen und Legionellen führt. Eine Zugabe von Bioziden ist nicht mehr erfoderlich.
  • Entkeimung/Desinfektion: Mittels aggressiver, ultravioletter Strahlung (UV-C) wird eine effektive Entkeimung des Umlaufwassers erreicht. Dabei werden alle vorbeiströmenden Organismen abgetötet und die Keimzahlen zusätzlich reduziert.
  • Kalk/Korrosion: Durch den Einsatz einer galvanischen Zinkopferanode kann in den meisten Fällen auf die klassischen Enthärtungsanlagen zur Aufbereitung des Zusatzwassers verzichtet werden: Zink-Ionen bilden mit gelöstem Kohlendioxid Impfkristalle. Kalk lagert sich an diesen an und wird abtransportiert. Chemische Härtestabilisatoren sind entbehrlich.
  • Elektronische Schaltzentrale: Eine komplexe Onlineüberwachung ermöglicht die kontinuierliche Erfassung von systemkritischen Parametern und Anlagenzuständen sowie den Fernzugriff. Gleichzeitig werden Sondenparameter, Wasserverbräuche und Systemzustände dokumentiert: Ein umfassender und vollautomatischer Betrieb des Systems zur kompletten Kühlwasserbehandlung sei damit gewährleistet, so der Anbieter.

DAT zeigt sich überzeugt: Mit diesem System kann der Betreiber erhebliche Betriebskosten einsparen – ohne Chemie!

Biozidfreie Desinfektion von Kühlwasser

Coolzon-Anlagen von BWT dienen der Keimreduktion in Kühlwasserkreislaufsystemen. Bei diesem Verfahren wird – unabhängig vom Betrieb des zugehörigen Kühlturms – ein Kühlwasser-Teilstrom in einem zweistufigen, kontinuierlichen Prozess aufbereitet. In der 1. Stufe wird das Kühlwasser über einen Filter geleitet, der feste Wasserinhaltsstoffe zurückhält. In der 2. Stufe wird das Wasser mit Ozon behandelt. Ozon ist ein sehr effizientes Oxidations-/Desinfektionsmittel und reduziert die im Wasser vorhandenen Keime.

Ozon wird aus Luftsauerstoff durch stille, elektrische Entladung erzeugt. Das Coolzon-Verfahren bietet im Vergleich zur Biozid-Dosierung den Vorteil, dass keine giftigen Chemikalien in die Umgebungsluft abgegeben werden, da Ozon im Kühlturm vollständig zu Sauerstoff abreagiert. Es werden keine toxischen Produkte gebildet und der Umgang mit Chemikalien entfällt.

Kühlwasserbehandlung durch elektrolytische Entsäuerung bzw. gezielte Kalkfällung: Darum geht’s auf der nächsten Seite ...

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