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Diskussion um PET-Flaschen

Krones senkt Ergebnisprognose und verhängt Einstellungsstopp

| Redakteur: Alexander Stark

Aufgrund der derzeit vorliegenden Zahlen senkt Krones die Ertragsprognose für das Gesamtjahr 2019. Das Bild zeigt Vertreter des Vorstands und Aufsichtsrats der Krones AG in der Hauptversammlung im Juni 2019.
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Aufgrund der derzeit vorliegenden Zahlen senkt Krones die Ertragsprognose für das Gesamtjahr 2019. Das Bild zeigt Vertreter des Vorstands und Aufsichtsrats der Krones AG in der Hauptversammlung im Juni 2019. (Bild: Krones)

Die schwierigen gesamtwirtschaftlichen Bedingungen und Unwägbarkeiten sowie die Diskussion über die Nachhaltigkeit von PET-Verpackungen verunsichern auch die Kunden von Krones und lasten auf deren Investitionsbereitschaft. Auf Grundlage der derzeit vorliegenden Zahlen hat der Hersteller von Verpackungs- und Abfülltechnik sein Ergebnisziel für 2019 deshalb nun anpassen müssen.

Neutraubling – Obwohl das Umsatzwachstum von Krones im ersten Halbjahr 2019 noch zufriedenstellend gewesen war, liegt das Ergebnis vor Steuern für diesen Zeitraum deutlich unter den Erwartungen des Vorstands. Wie das Unternehmen mitteilt, ist die Ertragskraft durch die hohen Kosten, vor allem für Material, beeinflusst. Darüber hinaus wirkte sich der Produktmix ungünstig auf das Ergebnis für Januar bis Juni 2019 aus. Besonders im zweiten Quartal 2019 lag der Umsatz von Produkten mit hoher eigener Wertschöpfung, wie beispielsweise Maschinen und Anlagen der Kunststofftechnik, niedriger als erwartet. Als belastende Faktoren nennt das Unternehmen den ungelösten Handelskonflikt zwischen China und den USA, sowie die Diskussion über die Nachhaltigkeit von PET-Verpackungen.

Der Vorstand hat nun Maßnahmen ergriffen, um den Ergebnisbelastungen entgegenzuwirken. Hierzu zählt z.B. ein Einstellungsstopp und Maßnahmen zur Senkung der Materialkosten. Der Ausbau des Global Footprint schreite gut voran, hieß es in einer Mitteilung. So sei beispielsweise das neue Werk in Ungarn voll im Zeit- und Kostenplan. Im Laufe dieses Jahres wird Krones dort die Produktion hochfahren und will ab 2020 durch das ungarische Werk positive Ergebniseffekte realisieren.

Durch den kontinuierlichen Ausbau des Global Footprint will Krones nicht nur Kostenvorteile, sondern auch regionale Wachstumschancen nutzen. Je näher Krones am Kunden ist, desto besser versteht das Unternehmen die Bedürfnisse der Kunden und die lokalen Besonderheiten. Die bislang initiierten strategischen Maßnahmen, wie die Preiserhöhungen und der bisherige Ausbau des Global Footprint, reichen aber aktuell nicht aus, um die angestrebten Ergebnisziele nachhaltig zu erreichen. Deshalb arbeitet das Unternehmen zurzeit an weiteren strukturellen Veränderungen zur nachhaltigen Stärkung der Ertragskraft.

An den Mittelfristzielen hält das Unternehmen unverändert fest. Je nach gesamtwirtschaftlicher Lage und Marktentwicklung rechnet der Vorstand mit einem jährlichen durchschnittlichen Umsatzwachstum von 3 bis 5 % ohne Akquisitionseffekte, einer EBT-Marge von 6 bis 8 % und einem Working Capital im Verhältnis zum Umsatz von 22 bis 24 %.

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