Zwischenbericht BASF Kostensenkungen zeigen bei BASF Erfolg

Redakteur: Marion Henig

Das Industriegeschäft stabilisiert sich auf niedrigem Niveau, in Nordamerika scheint die Talsohle erreicht, China wächst wieder stärker – und dennoch sieht BASF-Finanzvorstand Dr. Kurt Bock noch keine Zeichen für einen nachhaltigen Aufschwung am Horizont. Doch das umfangreiche Maßnahmenpaket sichert die finanzielle Stabilität des Konzerns.

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EBIT vor Sondereinflüssen im 1. Halbjahr in Millionen Euro (Quelle/Grafik: BASF)
EBIT vor Sondereinflüssen im 1. Halbjahr in Millionen Euro (Quelle/Grafik: BASF)
( Archiv: Vogel Business Media )

Ludwigshafen – Umsatz und Ergebnis der BASF wurden auch im 2. Quartal 2009 durch die anhaltende weltweite Wirtschaftskrise belastet. Die Auswirkungen auf das Geschäft sind besonders stark in den Segmenten Chemicals, Plastics und Functional Solutions, nicht zuletzt wegen der Situation in der Automobil- und Bauindustrie. Auch der Umsatz des Öl & Gas-Geschäfts war wegen des geringeren Erdgasabsatzes und deutlich gesunkener Ölpreise rückläufig. In seinem starken Pflanzenschutzgeschäft erzielte das Unternehmen einen Umsatz- und Ergebniszuwachs.

Bei der Vorstellung der aktuellen Zahlen für das 1. Halbjahr und das 2. Quartal 2009 erklärte Finanzvorstand Dr. Kurt Bock: „Durch die erfolgreiche Verringerung des Umlaufvermögens und unsere Maßnahmen zur Effizienzverbesserung und Kostenreduzierung ist es uns trotz starker Ergebniseinbußen gelungen, den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit im 1. Halbjahr um insgesamt 1 Milliarde Euro auf 3,6 Milliarden Euro zu steigern. Diese finanzielle Stabilität ist für die BASF eine Stärke im Wettbewerb.“

Der Umsatz im 1. Halbjahr 2009 beträgt 24,7 Milliarden Euro. Das sind 23 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) vor Sondereinflüssen ging im 1. Halbjahr um 55 Prozent auf rund 2,1 Milliarden Euro zurück.

Der Umsatz im 2. Quartal fiel um 23 Prozent auf 12,5 Milliarden Euro. Zum Umsatzrückgang trugen geringere Mengen mit 18 Prozent und reduzierte Preise mit 13 Prozent bei. Der Währungseffekt war mit + 3 Prozent positiv. Die am 9. April erworbenen Ciba-Aktivitäten leisteten einen Umsatzbeitrag von 5 Prozent. Das EBIT vor Sondereinflüssen verringerte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 53 Prozent auf 1,1 Milliarden €. Im Vergleich zum 1. Quartal wurde aber sowohl beim Umsatz als auch beim EBIT vor Sondereinflüssen eine Verbesserung erzielt.

Bock: „Nach unserer Ansicht scheint der Abschwung gestoppt und eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau einzutreten. In Nordamerika scheint die Talsohle erreicht und China wächst wieder stärker. Ein nachhaltiger Aufschwung ist aber noch nicht in Sicht. Die Gefahr eines erneuten schmerzhaften Rückschlags durch Überkapazitäten, Unternehmensinsolvenzen und wachsende Arbeitslosigkeit besteht nach wie vor.“

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