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Biopolymere Kooperationsnetzwerk investiert langfristig in Biokunststoff-Produkte

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Drei Jahre wurde das Kooperationsnetzwerk „Bio Plastik“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert, jetzt finanzieren die Partner das Netzwerk komplett aus eigener Tasche. Damit kann die branchenübergreifende Zusammenarbeit im Netzwerk weitergeführt werden: Die Partner arbeiten an neuen Wertschöpfungsketten, um umweltfreundliche und kompetitive Biokunststoff-Produkte auf den Markt zu bringen.

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Die Partner im Kooperationsnetzwerk „Bio Plastik“ arbeiten an innovativen, biobasierten, abbaubaren und gleichzeitig preisgünstigen Biopolymeren.
Die Partner im Kooperationsnetzwerk „Bio Plastik“ arbeiten an innovativen, biobasierten, abbaubaren und gleichzeitig preisgünstigen Biopolymeren.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Martinsried – Häufig ermöglicht die alternative Rohstoffbasis vorteilhafte Produkteigenschaften und öffnet neue Anwendungsfelder. „Was später ein innovatives Produkt wird, startet oft als vage Projektidee, und verschiedene Endprodukte sind denkbar. Wir bringen geeignete Projektkonsortien aus Unternehmen und akademischen Instituten zusammen“, sagt Prof. Haralabos Zorbas, Geschäftsführer des Industrielle Biotechnologie Bayern Netzwerk.

Das IBB Netzwerk hat das Kooperationsnetzwerk „Bio Plastik“ ins Leben gerufen. Die Partner wurden im Rahmen des „Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM)“ seit Januar 2014 vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Nach der maximalen Förderdauer von drei Jahren wird das Netzwerk nun ausschließlich durch Beiträge der Partner weitergeführt. An der Weiterführung von „Bio Plastik“ beteiligen sich zehn Unternehmen und acht akademische Institute.

Das erste bewilligte Projekt innerhalb von „Bio Plastik“ war ein bioabbaubarer Knochenkleber, der bei Knochenbrüchen im Medizinbereich eingesetzt werden soll. Ähnlich werden Fasern für Implantate entwickelt, die sich im Körper abbauen. Ein weiteres Konsortium arbeitet an Klebstoffen, die als günstige Bioalternative breite Anwendung finden. Die Eigenschaft „bioabbaubar“ gewinnt in vielen Bereichen: So produzieren Netzwerkpartner z.B. auch Kaffeekapseln und Cateringgeschirr aus Biokunststoff. Neben nachhaltigen Produkten möchte das Netzwerk vor allem konkurrenzfähige Produkte liefern und strebt sowohl Nischen- als auch Massenmärkte an.

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