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Pneumatische Förderanlagen Kontrollsiebmaschinen sichern die Rohstoffqualität

Autor / Redakteur: Isabella Schlegel* / Sabine Mühlenkamp

Beim Eingang pulverförmiger Rohstoffe sind Verklumpungen an der Tagesordnung. Diese behindern eine vollautomatische pneumatische Förderung. Kontrollsiebmaschinen können dies zwar verhindern, kämpfen aber mit den Druckunterschieden. Eine druckfeste Kontrollsiebmaschine schafft hier wirkungsvoll Abhilfe.

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Um eine reibungslose Förderung zu gewährleisten, wurde die druckfeste Kontrollsiebmaschine entwickelt.
Um eine reibungslose Förderung zu gewährleisten, wurde die druckfeste Kontrollsiebmaschine entwickelt.
(Bild: GKM)

Rohstoffe für die verschiedensten Industriezweige treten häufig in Pulverform oder als Granulat auf, die in Transport- oder Lagersilos aufbewahrt werden. In den Rohstoffen können jedoch Verunreinigungen oder Verklumpungen enthalten sein. Durch die Vollautomatisierung lassen sich diese oft aber erst zu einem sehr späten Zeitpunkt feststellen und schleusen sich so durch viele Teile der Produktion. Mögliche Folgen sind Produktionsausfälle durch Maschinenstillstände oder höhere Ausschussquoten, sobald die Verunreinigungen das Endprodukt erreichen.

Der Einsatz von Kontrollsiebmaschinen ist eine effektive Möglichkeit, diesen Problemen in geeigneten Produktionsprozessen vorzubeugen. Die Fremdstoffe, Verunreinigungen und Verklumpungen werden aus den Rohstoffen herausgesiebt. Der Umladungsvorgang der Rohstoffe von einem Lagersilo in ein anderes oder das Be- und Entladen von Lkw erfolgt oftmals durch den Einsatz von pneumatischen Förderanlagen.

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Standard-Siebmaschinen helfen nicht weiter

Pneumatische Förderanlagen nutzen zur Förderung Druckunterschiede. In der Regel herrscht ein Überdruck im Fördersystem, weshalb eine Standard-Schutzsiebmaschine hierfür nicht anwendbar ist. Die geforderte Schutzsiebmaschine muss dem auftretenden Druckunterschied jederzeit standhalten können. Diese Maschinen werden in der Regel bereits beim Wareneingang zwischen Silofahrzeug und Lagersilo zwischengeschaltet. Würde man eine klassische, nicht druckfeste Schutzsiebmaschine einsetzen wollen, wäre der technische Aufwand im Vergleich sehr groß. Die pneumatische Förderung muss z. B. durch eine Zellenradschleuse oder Zyklon unterbrochen werden, um das Produkt druckfrei auf der Schutzsiebmaschine verarbeiten zu können. Um dies zu verhindern und eine reibungslose Förderung zu gewährleisten, hat GKM Siebtechnik die druckfeste Kontrollsiebmaschine KTS-VP2 600 entwickelt. Dieses leistungsfähige Überdrucksieb erreicht einen Durchsatz von bis zu 25 Tonnen pro Stunde und sichert so die Produktqualität, ohne bei der Produktivität und Produktsicherheit Abstriche zu machen.

Schnelle Überwachung dank Schauglas

Die Maschine verfügt über eine robuste Ausführung und wird von zwei gegenüberliegenden Vibrationsmotoren angetrieben. Standardmäßig sind die produktberührenden Teile aus Edelstahl. Durch sie ist die Maschine auch in der Lebensmittelindustrie einsetzbar. Zur Abdichtung der Schutzsiebmaschine ist ein O-Ring verbaut. Um die Kontrollsiebmaschine für pneumatische Förderanlagen besser überwachen und inspizieren zu können, ist diese mit einer Schauöffnung und einem Manometer im Deckel ausgestattet. Bleibt zu viel Material auf dem Siebeinsatz liegen, tritt ein Verstopfen auf. Dadurch verändert sich der Druck in der Schutzsiebmaschine. Das Manometer ermöglicht, den Druck (- 0,5 bis 2,0 bar) während der Förderung zu überwachen. Die Kontrollsiebmaschine ist geeignet für Saug- und Druckfördersysteme, d. h. für Über- und Unterdruck (Vakuum) und entspricht der Druckgeräterichtlinie 2014/68/EU. Ausgerüstet ist die VP2 600 mit einem Klappdeckel mit Gasfedern zur einfachen und schnellen Kontrolle, Siebwechsel oder zur Reinigung. Innerhalb von fünf Minuten ist die Maschine montier- und demontierbar. Optional ist die Maschine als mobile Ausführung mit fahrbarem Untergestell, mit Motorschutzschalter, Erdungszange oder Neodym-Magnet­rost lieferbar.

Der Einlauf befindet sich im Maschinen­oberteil und ist tangential mit einem Versatz nach links positioniert. Durch das Fördergas entsteht in der Kontrollsiebmaschine ein Drall mit Drehrichtung im Uhrzeigersinn. Der Auslauf befindet sich in der Maschinenunterseite und ist ebenfalls tangential mit einem Versatz positioniert. Der Drall durch das Fördergas dreht sich in den Auslauf hinein. Die von den beiden Vibrationsmotoren generierte Schwingung erzeugt einen Materialtransport, der das Produkt spiralförmig in Richtung Uhrzeigersinn transportiert. Der Auslauf der Schutzsiebmaschine wird so angeordnet, dass damit ein optimaler Produktaustrag gewährleistet ist. 

* *Isabella Schlegel, GKM Siebtechnik GmbH, Waibstadt

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