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Großanlagenbau

Kontrastprogramm im deutschen Großanlagenbau

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Unternehmens für Forschung und Entwicklung auf sage und schreibe 20 Prozent. Sein Credo: „Wir müssen in dieser Zeit noch stärker in die Forschung und Entwicklung investieren, um nach der Krise einen noch größeren Technologievorsprung zu haben.“ Auch wenn derartige F&E-Budgets für Börsen notierte Unternehmen jenseits des Denkbaren sind, so setzen doch alle Player in der AGAB auf Technologievorsprung.

Und wie wollen die Unternehmen die fehlenden Aufträge kompensieren? Neben dem Abbau von Überstunden und gut gefüllten Gleitzeitkonten, die bei einigen Engineering-Unternehmen bereits von mehreren Monaten bis zu einem Jahr ausmachen, wollen die Unternehmen gleichzeitig die Zahl der Fremdvergaben deutlich reduzieren. Derzeit liege die eigene Wertschöpfung der Großanlagenbauer im Schnitt üblicherweise zwischen 25 und 35 Prozent, so Rosenthal. Im Vorteil sind folglich Anlagenbauer, die eine hohe eigene Fertigungstiefe besitzen. Linde wird hier immer wieder als Beispiel genannt. Keinesfalls, so Rosenthal, werde man jedenfalls wertvolles Humankapital vorschnell reduzieren. Der AGAB-Sprecher stellt dazu klar: „Wir wollen Ingenieure, die wir in den vergangenen Jahren zum Teil mühevoll gewonnen haben, weiterhin in unserer Branche beschäftigen.“

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Hermesdeckung lindert Folgen

Die weltweite Vertrauenskrise im Finanzsektor ist nach Einschätzung der Verantwortlichen der AGAB ein Lehrstück, wie grundsätzlich der Großanlagenbau auf die Absicherung und Finanzierung durch die staatliche Hermesdeckung in Deutschland angewiesen ist. Länderrisiken hätten sich verschlechtert, selbst Industrieländer würden erstmals als risikoreich eingestuft und private Banken hätten ihre Handelsfinanzierung erheblich eingeschränkt. AGAB-Vorsitzender Rosenthal: „Der Großanlagenbau hat die situationsgerechte Anpassung der Hermesdeckung durch die Bundesregierung im Rahmen des Konjunkturpaketes II sehr begrüßt. Damit stellt sie sich

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