Suchen

Großanlagenbau

Kontrastprogramm im deutschen Großanlagenbau

Seite: 2/4

Firmen zum Thema

seit Mitte vergangenen Jahres spürbar. Nachdem die Bestellungen im ersten Halbjahr 2008 noch um 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahrjahreszeitraum wuchsen, sanken sie in der zweiten Jahreshälfte um 11 Prozent.

Die Auslandsnachfrage sank 2008 leicht auf 26,3 Milliarden Euro (2007: 26,8 Milliarden Euro). Das erreichte Niveau sei dennoch herausragend, so Rosenthal, liege es doch um 10 Milliarden Euro über dem Durchschnitt der vergangenen Dekade. Die bedeutendste Kundengruppe waren 2008 die Industrieländer. Top-Märkte waren hier die USA und Südafrika. Hohe Ordereingänge kamen ferner aus der Asien-Pazifik-Region, der GUS, Nordafrika und Südasien. Wichtigstes Kundenland war erneut China. Rosenthal: „Der industrielle Nachholbedarf in China ist nach wie vor riesig und deutsche Großanlagenbauer haben hier einen sehr guten Ruf. Trotz starker Konkurrenz bleiben unsere Leistungen in der Volksrepublik daher gefragt.“ Auch Indien wird weiterhin als guter Wachstumsmarkt eingeschätzt. Der Ausbau der petrochemischen Industrie und des Raffineriesektors bieten nach Aussage Rosenthals darüber hinaus weiterhin Absatzpotenzial – insbesondere auch für umweltschonende Technologien.

Bildergalerie

Bildergalerie mit 8 Bildern

Projekte noch stärker umkämpft

Fakt ist: Die verbleibenden Projekte werden jetzt noch stärker umkämpft, als bisher. Selbst weiterhin finanzstarke Abnehmer halten sich mit Investitionen zurück und hoffen auf sinkende Anlagenpreise. Die Kunden würden heute Angebote von deutlich mehr Anbietern einholen. Zunehmend würden dabei auch chinesische Anlagenbauer im internationalen Geschäft aktiv. Vor allem bei Projekten in Middle East fordern Ölproduzenten nach Aussage von Uhde-Manager Helmut Knauthe bereits jetzt höhere Rabatte. Immer öfter fallen selbst bei langristigen Partnerschaften Sätze wie „Don‘t see the prices in your prices!“

Diesen Wettbewerb werden die deutschen Anlagenbauer aber nach einhelliger Meinung aller Experten nur mit Technologievorsprung gewinnen können und keinesfalls mit Preisdumping. Vor diesem Hintergrund setzen die Unternehmen noch stärker auf die Bereiche F&E sowie Qualität. Lurgi-Geschäftsführer Dieter Grabenbauer stellt bereits eine zunehmende Nachfrage bei Kunden nach Technologie-Studien fest und Joachim Engelmann, Geschäftsführer der Chemieanlagenbau Chemnitz GmbH, erhöht in diesem Jahr das Budget seines

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 290517)