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Großanlagenbau Kontrastprogramm im deutschen Großanlagenbau

| Redakteur: Gerd Kielburger

Nach dem Rekordjahr 2008 ist die Prognose für das laufende Jahr im deutschen Großanlagenbau deutlich gedämpft. Die im VDMA organisierten Engineering-Unternehmen sprechen von einem zu erwartenden Auftragsrückgang in Höhe von 30 bis 50 Prozent. Dennoch sehen sich die Unternehmen für einen Abschwung gut gerüstet.

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Lurgi-Projekt in Kuantan, Malaysia. Bild: Lurgi
Lurgi-Projekt in Kuantan, Malaysia. Bild: Lurgi
( Archiv: Vogel Business Media )

Jammern auf hohem Niveau sieht anders aus und das Kontrastprogramm im deutschen Großanlagenbau könnte derzeit nicht größer sein. Verbuchten die Mitgliedsfirmen der Arbeitsgemeinschaft Großanlagenbau im Verband deutscher Maschinen- und Anlagenbau (AGAB) noch im vergangenen Jahr mit 32,8 Mrd. Euro einen Auftragsrekord, prognostizieren die Engineering-Manager infolge der Kreditrestriktionen und der geringen Anlagennachfrage für das laufende Geschäftsjahr 2009 einen Rückgang im Auftragseingang zwischen 30 und 50 Prozent. Noch vier Wochen zuvor hätten die Prognosen lediglich Abweichungen von 20 bis 30 Prozent ergeben. Das zeigt, wie schnell sich die Stimmung in den letzten Wochen weiter verschlechtert hat.

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Ist die Erfolgsstory des deutschen Anlagenbaus damit vorerst zu Ende? Nein, sagen die Experten unisono. 2009 werde zwar kein einfaches Jahr für den deutschen Großanlagenbau, aber die aktuelle Auftragslage sei nicht schlecht und der Auftragsbestand nach wie vor gut. „Im Branchenschnitt sichern die bisher akquirierten Aufträge die Auslastung der Kapazitäten bis Ende 2009“, teilte der Sprecher der AGAB, Dieter Rosenthal, SMS Demag, anlässlich der Veröffentlichung des aktuellen Lageberichts Mitte März in Frankfurt mit. Ferner könnten sich sinkende Preise für Werkstoffe und Komponenten positiv auf den Anlagenbau auswirken. Vor diesem Hintergrund sieht sich der Großanlagenbau auf einen Abschwung gut vorbereitet und könne diesen nicht zuletzt durch das enorme Wachstum der letzten sechs Jahre meistern.

Kein vergleichbares Wachstum

So stieg das Bestellvolumen seit Beginn des Aufschwungs 2003 bis 2008 um 115 Prozent. „Ein vergleichbares Wachstum hat es zuvor nicht gegeben“, erklärt Rosenthal. Allerdings sei eine deutliche Nachfrageberuhigung bereits

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