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Doppelschneckenextruder Kontinuierliches Einarbeiten von Wirkstoffen

| Redakteur: M.A. Manja Wühr

Coperion reagiert auf die steigende Nachfrage der Pharmaindustrie nach Systemen für kontinuierliche Produktionsabläufe, die eine höhere Effizienz und Gleichmäßigkeit als Batchprozesse ermöglichen. Jüngstes Beispiel: eine Gesamtanlage mit einem pharmagerecht ausgeführten Doppelschneckenextruder ZSK 18 Megalab mit 18 mm Schneckendurchmesser als Herzstück.

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Doppelschneckenextruder ZSK 18 Megalab in Pharma-Design mit gravimetrischer Differentialdosierwaage von Coperion K-Tron, Kühlband und Stranggranulierung von Coperion Pelletizing Technology
Doppelschneckenextruder ZSK 18 Megalab in Pharma-Design mit gravimetrischer Differentialdosierwaage von Coperion K-Tron, Kühlband und Stranggranulierung von Coperion Pelletizing Technology
(Bild: Coperion)

Zwei gravimetrische Differentialdosierwaagen von Coperion K-Tron für die hochgenaue Dosierung der Wirkstoffvormischungen und Flüssigkeiten, ein Kühlband sowie eine Stranggranulierung von Coperion Pelletizing Technology ergänzen dieses Hochleistungs-Extrusionssystem. Mit einem maximalen Durchsatz von 10 kg/h eignet es sich sowohl für die Feuchtextrusion als auch für die kontinuierliche Heißschmelzextrusion (Hot-Melt-Extrusion, HME) im Labormaßstab.

Schonend und gleichzeitig intensiv

Ein Grund für die kontinuierlich wachsende Bedeutung der HME-Verarbeitung in der Pharmaindustrie ist die intensive Mischwirkung, wie sie die gleichläufigen ZSK-Doppelschneckenextruder von Coperion bieten. Dadurch lassen sich Wirk- und Hilfsstoffe ohne den Einsatz von Lösemitteln sehr fein und gleichmäßig in den Pharmapolymeren dispergieren, was eine hohe Bioverfügbarkeit der Pharmazeutika (auch der BCS-Klassen 2 & 4) unterstützt. Darüber hinaus verhindert das selbstreinigende Schneckenprofil dieser Systeme Toträume. Dadurch und weil deren spezifisches Drehmoment von 11,3 Nm/cm3 für ein optimales Verhältnis von Durchsatz zu Schneckendrehzahl und damit niedrige Produkttemperaturen sorgt, ist die Wärmebelastung der Produktbestandteile im temperaturgeregelten ZSK-Verfahrensteil gering. Zusammen mit der maßgeschneiderten Peripherie ermöglichen diese Systeme die exakte Einhaltung der Rezeptur und eine reproduzierbar hohe Produktqualität. Darüber hinaus lassen sich Verfahrensschritte wie die Verkapselung bzw. Geschmacksmaskierung in den Prozess integrieren.

Dosierung von Inhaltsstoffen

Dosierer von Coperion K-Tron sichern in Komplettanlagen die exakte Zugabe der Rezepturbestandteile in den Prozess, so das Unternehmen. Die als volumetrische oder gravimetrische Einheiten erhältlichen Dosierer eignen sich auch für kontinuierliche Prozesse. Das breit gefächerte Angebot an Dosierermodellen ermöglicht es, verschiedenste Materialien – von feinsten Pulvern über Granulate bis zu Flüssigkeiten und Pasten – äußerst genau einem pharmazeutischen Prozess zuzuführen. Auch für Inhaltsstoffe mit anspruchsvollen Eigenschaften, wie schwerfließende oder klebrige Materialien, schießende Pulver, temperaturempfindliche Flüssigkeiten oder Stoffe mit hohem Gefährdungspotential, stehen passende Dosiersysteme zur Verfügung. Für komplexe Rezepturen können mehrere Dosierer um einen Extrudereinlauf gruppiert werden.

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