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Dosierung von kleinen Mengen Kontinuierliche Feststoffzufuhr

Redakteur: Sabine Mühlenkamp

Die Förderung von Feststoffen für chemische Prozesse ist schwierig, insbesondere wenn es darum geht, wenige Gramm pro Stunde gezielt zu dosieren. Für diese Aufgabe wurde nun eine konstante Minimalförderung für pulverförmige Medien entwickelt.

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Feststoffzufuhr im chemischen Prozess
Feststoffzufuhr im chemischen Prozess
(Bild: Gemeinnützige KIMW Forschungs-GmbH)

Massendurchflussmess- oder Regelsysteme bieten die Möglichkeit Gase und Flüssigkeiten durch Druckbeaufschlagung mengenmäßig exakt beizustellen. Sollen Feststoffe in vergleichbarer Weise gefördert und dosiert werden, erfolgt entweder eine Lösung und Verflüssigung in Lösemitteln oder deren Erhitzung und Verdampfung. Bei beiden Alternativen werden Nachteile in Kauf genommen. Dazu zählen die Degradation des Feststoffes unter Wärmeeinwirkung, der Verbrauch von Lösemitteln und die Kontamination von Prozessen.

Für eine präzise Mengendosierung im Bereich von wenigen Gramm pro Stunde von z. B. metallorganischen Pulvern wurde von der gemeinnützigen KIMW Forschungs-GmbH ein Fördersystem entwickelt. Die Entwicklung der Lüdenscheider umfasst die Lagerung, die Dosierung und den Transport von pulverförmigen Feststoffen unter Atmosphärendruck und Vakuum. Prinzipiell wird der Transport durch mechanisch betriebene Schneckenelemente in vertikaler (Förderung aus dem Vorratsbehälter) und horizontaler (Dosierung) Richtung realisiert. Anschließend findet der Stofftransport aus dem Auftragskopf mithilfe eines fluidbasiertem Transportmediums (Gasstrom) statt. Eine diskontinuierliche Druckvariation unterbindet die Brückenbildung der Pulverpartikel in dem Vorratsbehälter. Die Dosiermengen bewegen sich im Bereich von 0,2 g/h bis zu 50 g/h. Der Aufbau ist modular.

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