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Digitaler Wandel Konkurrenzdenken blockiert den digitalen Wandel in Unternehmen

| Redakteur: Matthias Back

Um die Digitalisierung umzusetzen, müssen viele deutsche Unternehmen noch hohe Hürden überwinden. Vor allem das Insel- und Konkurrenzdenken der Fachabteilungen stellt die größte Barriere auf dem Weg in die digitale Organisation dar, sagt eine aktuelle Studie von Personaldienstleister Hays.

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Infografik: Die größte Hürde innerhalb von Unternehmen stellt das Konkurrenzdenken der einzelnen Abteilungen dar.
Infografik: Die größte Hürde innerhalb von Unternehmen stellt das Konkurrenzdenken der einzelnen Abteilungen dar.
(Bild: Hays)

Zudem sind die Freiräume für die mit der Digitalisierung verknüpften Change-Maßnahmen begrenzt: Das Kerngeschäft nimmt zu viel Zeit in Anspruch (65 %). Im dynamischen Tagesgeschäft mit seinem hohen Kosten- und Beschleunigungsdruck (67 bzw. 64 %) wird die anstehende digitale Transformation zerrieben.

So lauten die wichtigsten Erkenntnisse der aktuellen Studie von Hays in Zusammenarbeit mit PAC zum Status quo der digitalen Transformation in Unternehmen. Insgesamt wurden 225 Fachbereichsleiter aus Unternehmen persönlich befragt. Die Ergebnisse zeigen zudem, dass der Veränderungsdruck hoch bleibt: Mitarbeiter müssen sich schneller an neue Arbeitsbedingungen anpassen (80 %). Dies fällt ihnen anscheinend aber schwer: 55 % der Befragten sehen bei ihren Mitarbeitern nur eine geringe Akzeptanz für Veränderungsmaßnahmen.

Projektarbeit gewinnt an Bedeutung

Positiv entwickelt sich dagegen die Projektarbeit als zentrale Organisationsform, um Veränderungen voranzutreiben. So verbringen bereits 35 % der Mitarbeiter ihre Arbeitszeit in Projekten. Dieser Anteil ist in den letzten Jahren um 60 % gestiegen. Trotzdem halten es immer noch 71 % der Befragten für notwendig, Projektarbeit statt formalisierte Prozesse zu fördern.

Geht es um neue Herausforderungen, nutzen Unternehmen immer häufiger Externe: Deren Anteil in Relation zu den Festangestellten schätzen die befragten Entscheider auf elf Prozent und gehen davon aus, dass er sich in den nächsten zwei Jahren um zehn bis 20 Prozent erhöhen wird.

„Viele Unternehmen diskutieren zwar über den digitalen Wandel. In der Realität dominiert aber noch die alte Welt mit ihren herkömmlichen Sichtweisen, Methoden und Abläufen. Hier ist frisches Denken mehr denn je angesagt, um sich auf den dynamischen Märkten zu behaupten“, bewertet Christoph Niewerth, Vorstand der Hays AG, die Studienergebnisse.

Für die Studie „Von starren Prozessen zu agilen Projekten – Unternehmen in der digitalen Transformation“ wurden insgesamt 225 Entscheider aus IT, Finanzwesen sowie Forschung und Entwicklung bzw. Produktionsplanung aus mittleren und großen Unternehmen telefonisch zwischen März und Mai 2015 interviewt. Alle Studienergebnisse stehen als Download unter hays.de/studien bereit.

Der Beitrag erschien zuerst auf dem Portal unserer Schwestermarke MM Maschinenmarkt.

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