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Konsolidierungen

Konjunkturschwäche und Ölpreisverfall belasten Konzerne: Kommt jetzt die große Konsolidierungswelle?

| Redakteur: Dominik Stephan

Alleine besser? In Zeiten schwacher Renditen könnte der Druck der Anleger Firmen zu Abspaltungen, Zerschlagungen und Carve-Outs zwingen, vermuten Analysten.
Alleine besser? In Zeiten schwacher Renditen könnte der Druck der Anleger Firmen zu Abspaltungen, Zerschlagungen und Carve-Outs zwingen, vermuten Analysten. (Bild: Michael Jarmoluk (CC0))

General Electric, ABB und Phillips – die aktuellen Abspaltungspläne internationaler Großkonzerne könnten nur ein Vorgeschmack auf kommende Abspaltungen sein, glauben Analysten. Nach den Energieriesen könnten jetzt auch Automatisieren und Maschinenbauer vor strukturellen Entscheidungen stehen…

Die internationalen Börsen stehen unter enormen Druck: China, der Wirtschaftsmotor Asiens, schwächelt und der Ölpreis wird nach Ansicht von Branchenexperten auf absehbarer Zeit niedrig bleiben. Besonders Energiemultis und Zulieferer stehen unter enormen Kostendrücken – doch Analysten gehen davon aus, dass die Konsolidierungswelle auch vor Automatisierern und Maschinenbauern nicht Halt macht. „Anders als 2009 stehen wir nicht vor einer schnell eintretenden und massiven Konjunkturkrise. Aktuell wächst der Druck schleichend, die Folgen werden wesentlich umfangreicher sein“, warnt Frank Goerlitz, Spezialist für das Thema und Geschäftsführer des Unternehmensberater Govisors.

Wirtschaftliche Bilanz der Chemiebranche 2015

Besonders der Druck der dividendenhungrigen Aktionäre könnte Firmen auf Abspaltungsgedanken bringen, vermutet Goerlitz: „Diese schleichende Krise ist vor allem in den großen Konglomeraten angekommen, und die Reaktionen sind im vollen Gange – das zeigen einige Beispiele“. So stößt der US-amerikanische Konzern General Electric seine traditionsreiche Hausgerätesparte ebenso wie den Großteil seines Finanzierungsgeschäfts, GE Capital, ab. ABB unterzieht das Stromnetz-Geschäft einer „strategischen Überprüfung“, und Philips steht als integrierter Industriekonzern vor dem Zerfall. Zwei börsennotierte Teile – Medizintechnik und Beleuchtung – werden aus dem Mischkonzern hervorgehen. Auch Siemens ändert die Struktur und stellt den Bereich Medizintechnik auf selbständige Füße, allerdings noch innerhalb des Konzerns.

Gewinn der Top 10 Chemiekonzerne weltweit im Jahr 2014 (in Milliarden US-Dollar)
Gewinn der Top 10 Chemiekonzerne weltweit im Jahr 2014 (in Milliarden US-Dollar) (Bild: Statista/Quelle: Thomson Reuters; Diverse Quellen (Unternehmensangaben))

Auch vor der Chemie macht die Konsolidierungswelle nicht halt: War es zunächst Bayer, die mit der Abspaltung von Covestro ihr Unternehmen ganz auf die renditeträchtigen Bereiche Lifescience, Pharma und Agrachemie ausrichten wollen, steht auch die geplante Dow-DuPont-Elefantenhochzeit im Zeichen des Carve out: Nach erfolgter Fusion wollen die Unternehmen die neu entstandene Megafirma in drei Teilbereiche aufsplitten: Einen Agrarchemie- und Saatgut-Spezialisten, eine Werkstoffsparte und einen Spezialchemie-Produzenten.

Mehr über die Megafusion der Chemieriesen:

Neue Nummer Eins der Chemie: Dow-DuPont-Mega-Merger unter der Lupe

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15.12.15 - Dow und DuPont machen ernst mit ihrer Fusion: Nach der Zustimmung des Dow-Aufsichtsrat am heutigen Dienstag steht dem 130-Milliarden-Mega-Merger nichts mehr im Wege. Damit entsteht aus dem Stand der weltgrößte Chemiekonzern, der selbst den bisherigen Platzhirsch BASF vom Thron stößt – doch nicht für lange… lesen

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