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Software Konfigurieren anstatt generieren liefert mehr Übersichtlichkeit

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Mit dem Advanced Typical Manager der Software-Plattform Engineering Base (EB) begegnet Aucotec der wachsenden Komplexität, die Konstrukteure heute vor unübersehbare Varianten- und Optionen-Berge beim Konfigurieren von Maschinen und Anlagen stellt.

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Zur Hannover Messe 2015 stellte Aucotec erstmals den Advanced Typical Manager für mehr Übersichtlichkeit und Konsistenz im Variantenmanagement vor.
Zur Hannover Messe 2015 stellte Aucotec erstmals den Advanced Typical Manager für mehr Übersichtlichkeit und Konsistenz im Variantenmanagement vor.
(Bild: Aucotec)

Um das Einsparpotenzial des Konfigurierens optimal nutzen zu können, bedient sich das neue Modul des funktionalen Engineerings. Dabei bestehen die zu konfigurierenden mechatronischen Bausteine aus ganzen Funktionen wie Greifen oder Heizen und nicht mehr aus einzelnen Motoren oder Sensoren. So wird die Konfiguration weg von der Blattebene einen Level höher angesiedelt und damit übersichtlicher und eindeutiger.

Die Dokumentation einer solchen Funktion besteht aus einer qualitätsgeprüften Vorlage (Typical). Dieses Typical enthält die zugehörigen Blätter, Geräte, Kabel und Drähte und wird in ihrem funktionalen Zusammenhang „am Stück“ gehandhabt. Das erspart das Zusammenkopieren eines Projekts aus Tausenden von unabhängigen Einzelblättern, die gar nicht kontinuierlich pflegbar sind. Zudem lassen sich so mit der Update-Funktion die im Laufe der Anlagen-Entstehung unvermeidlichen Änderungen jederzeit einarbeiten, ohne die bis dahin schon erstellten individuellen Anpassungen wieder zunichte zu machen. So muss bei nachträglichen Änderungen nicht mehr das gesamte Projekt neu generiert oder ab dem Änderungswunsch der Rest „per Hand“ erstellt werden. Das spart sehr viel Zeit.

Mit dem Advanced Typical Manager werden Optionen wie Bremsen oder Sensoren separat als Teilschaltungen in EB hinterlegt. Die ansonsten notwendigen Blattvarianten mit allen möglichen Options-Kombinationen für einen Motor sind damit passé. Bei Änderungen tauscht man nur noch die optionale Teilschaltung, anstatt in Varianten und Optionen zu „ertrinken“. Für Varianten, die sich aus unterschiedlichen Dimensionierungen oder Herstellern ergeben, hinterlegt EB die Daten ebenfalls als qualitätsgeprüfte Bausteine. Bei der Wahl eines bestimmten Motos ordnet das System automatisch die richtigen Artikelnummern den richtigen Komponenten zu. Wenn alle bestellbaren Funktionen vorkonfiguriert in der EB-Datenbank liegen, wird der Advanced Typical Manager noch eine weitere Konfigurationsebene bieten: die Dokumentation der gesamten Anlage oder Maschine auf Knopfdruck.

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