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Energieeffizienzrichtlinie Kompromiss zwischen Einsparungen und Wirtschaftlichkeit

Redakteur: Alexander Stark

Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) sieht in der beschlossenen Reform der europäischen Energieeffizienzrichtlinie einen akzeptablen Kompromiss zwischen Einsparvorgaben und wirtschaftlichem Spielraum.

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VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann: „Das neue Effizienzziel für 2030 fällt mit 32,5 Prozent sehr ambitioniert aus, insbesondere weil es eine absolute Senkung des Energieverbrauchs vorgibt."
VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann: „Das neue Effizienzziel für 2030 fällt mit 32,5 Prozent sehr ambitioniert aus, insbesondere weil es eine absolute Senkung des Energieverbrauchs vorgibt."
(Bild: VCI)

Frankfurt – Das neue Effizienzziel für 2030 fällt nach den Worten von VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann mit 32,5 % sehr ambitioniert aus, insbesondere weil es eine absolute Senkung des Energieverbrauchs vorgibt. Umso wichtiger sei die Möglichkeit für die Mitgliedstaaten, bei der Umsetzung des Ziels flexibel zu sein. Damit würde die EU Chancen auf Wachstum wahren. Branchen wie die Chemie seien auf den Einsatz von Energie zur Herstellung ihrer Produkte angewiesen, so Tillmann.Energieeffizienz spiele für die Branche schon aus Kostengründen eine wichtige Rolle.

Tillmann begrüßte, dass die EU die Vorleistungen von Mitgliedstaaten in begrenztem Maße anerkennen will. Um in der Industrie noch energieeffizienter zu werden, seien erhebliche Anstrengungen und Investitionen nötig, erklärte Tillmann. Daher sei es wichtig, dass die Vorreiterrolle Deutschlands bei der Energieeffizienz anerkannt werde. Der VCI-Hauptgeschäftsführer verwies als Beleg auf die Bilanz der deutschen Chemie. Die Branche hat ihre Energieeffizienz seit 1990 verdoppelt: Der absolute Energieeinsatz ist um ein Fünftel gesunken, während die Produktion im gleichen Zeitraum um rund zwei Drittel gestiegen ist.

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