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Remote-I/O-System

Komplette Feldbusinstallationen vom Nicht-Ex-Bereich bis in Zone 1

| Autor/ Redakteur: Peter Praske / Dr. Jörg Kempf

Turck hat sein Zone-1-Remote-I/O- System excom jetzt auch für den Einsatz in Zone 2 optimiert und die Sys- temfunktionen deutlich erweitert. Die neue excom-Familie ermöglicht damit sowohl reine Zone-1- als auch Misch- installationen.

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Das neue Mitglied der excom-Familie bietet einen kompakteren Modulträger und neue Netzteile für den Einsatz in Zone 2.
Das neue Mitglied der excom-Familie bietet einen kompakteren Modulträger und neue Netzteile für den Einsatz in Zone 2.
(Bild: Turck)

Geht es um die Anbindung der zahlreichen Feldgeräte einer verfahrenstechnischen Anlage an das Leitsystem (DCS), hat der Anlagenplaner prinzipiell drei Möglichkeiten: Interface-, Remote-I/O- und reine Feldbuslösungen. Die klassische Signalübertragungsvariante ist die Punkt-zu-Punkt-Verdrahtung, also die Interfacetechnik. Dabei gelangt das einzelne Messsignal aus einem Messinstrument im Feld direkt bis zur Steuerung. Bei der Punkt-zu-Bus-Verdrahtung – auch als Remote-I/O bezeichnet – werden die Signale der Feldinstrumentierung an einer I/O-Station in der Anlage gesammelt, in ein digitales Protokoll überführt und über ein Buskabel an die Steuerung geleitet. Somit benötigt das DCS statt vieler analoger oder digitaler Ein- und Ausgangskarten lediglich eine einzige Kommunikationsschnittstelle.

Die dritte Variante ist die Bus-zu-Bus-Verbindung, also die reine Feldbustechnik. In dieser Variante wird die geeignete Feldinstrumentierung direkt über das Kommunikationsprotokoll – beispielsweise Profibus-PA oder Foundation Fieldbus – an den Bus angekoppelt. Jedes Feldgerät ist damit ein eigenständiger Teilnehmer des Busses, muss aber auch über einen eigenen Feldbusanschluss verfügen. Diese Forderung ist für viele Installationen nicht realisierbar, da die Topologie im Vergleich zu einer Remote-I/O-Lösung aufwändiger ist. Vielfach ist zudem die Signaldichte zu hoch für reine Feldbuslösungen oder es fallen neben analogen Prozesswerten auch binäre Signale – etwa von Namur-Sensoren – an.

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In solchen Fällen ist eine Remote-I/O-Anbindung die effizienteste Lösung, sodass reine Feldbusinstrumentierungen heute noch nicht zum Standard zählen.

Volles Physical-Layer-Portfolio

Mit seinem umfangreichen Physical-Layer-Portfolio bietet Turck für jede Anschlussvariante passende Lösungen, die auf die spezifischen Anforderungen hin optimiert sind. Neben einem breiten Angebot an Interfacelösungen in den gängigen Bauformen und zahlreichen Komponenten für Foundation-Fieldbus- und Profibus-PA-Installationen hat Turck jetzt vor allem den Bereich der Remote-I/O-Lösungen mit den Produktfamilien BL20 und excom ausgebaut. Das modulare I/O-System BL20 kommt ursprünglich aus der Fabrikautomation, wurde aber mit Hart-durchlässigen I/O-Modulen und einer redundanten Stromversorgung für die Anforderungen der Prozessindustrie weiterentwickelt. Da heute viele Feldgeräte zusätzliche Informationen über das Hart-Protokoll kommunizieren können, wird die Hart-Durchlässigkeit der installierten Verbindungstechnik immer wichtiger, sodass eine Remote-I/O-Station eingehende Hart-Signale auf ein digitales Protokoll übersetzen können sollte.

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