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Labor für Siliconprodukte Kompetenzzentrum für Zement- und Betonanwendungen in Shanghai eröffnet

| Redakteur: Gabriele Ilg

Der Chemiekonzern Wacker hat in Shanghai ein neues Kompetenzzentrum für Zement- und Betonanwendungen in Betrieb genommen. Das Labor wird Siliconprodukte entwickeln, welche die Eigenschaften und Langlebigkeit von Zement und Beton nachhaltig verbessern. Im Mittelpunkt stehen insbesondere leistungssteigernde Siliconadditive.

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Das neue Kompetenzzentrum für Zement und Beton in Shanghai: Im Mittelpunkt stehen neue siliconbasierte Produkte und Lösungen, um die Langlebigkeit und Nachhaltigkeit von Zement und Beton zu erhöhen.
Das neue Kompetenzzentrum für Zement und Beton in Shanghai: Im Mittelpunkt stehen neue siliconbasierte Produkte und Lösungen, um die Langlebigkeit und Nachhaltigkeit von Zement und Beton zu erhöhen.
(Bild: Wacker)

München, Shanghai/VR China – China ist aktuellen Marktstudien zufolge der weltweite größte Produzent und Verbraucher von Zement und Beton. Der hohe Energiebedarf bei der Zementherstellung sowie der Ruf nach nachhaltigen Produkten und einer Begrenzung des Kohlendioxid- Ausstoßes stellt das Land jedoch vor Herausforderungen. Dazu gehört auch die Forderung nach möglichst langlebigen und korrosionsbeständigen Baustoffen aus Zement und Beton.

„Das neue Kompetenzzentrum in Shanghai wird unseren Kunden dabei helfen, sich diesen Herausforderungen zu stellen und die sich daraus ergebenden Chancen zu nutzen“, sagte Paul Lindblad, Präsident von Wacker Greater China bei der Eröffnung. „Als regionale Innovationsplattform für Zement- und Betonanwendungen wird unser Labor mit führenden Universitäten, Forschungseinrichtungen und Industriekunden des Landes zusammenarbeiten. Ziel ist es, innovative Produkte und Lösungen zu entwickeln, die zum nachhaltigen Wachstum der chinesischen Baustoffindustrie beitragen.“

Das Kompetenzzentrum wird sich vor allem mit der Frage beschäftigen, wie Zement und Beton mit Siliconprodukten noch effizienter und dauerhafter gegen Umwelteinflüsse geschützt werden können. Technologien zum Schutz gegen Feuchtigkeit sind in der Wissenschaft und Industrie derzeit hoch aktuell.

Bekannt ist beispielsweise, dass Silicone einen guten Schutz gegen Alkali-Kieselsäure-Reaktionen, Ausblühungen, Graffiti-Attacken und Korrosion bieten. Allerdings lassen sich durch eine Oberflächenbehandlung nicht alle Probleme des Baustoffs lösen. „Eines der Ziele unseres Labors ist es deshalb, siliconbasierte Produkte zu entwickeln, die nicht nur einen guten Feuchteschutz bieten und die Langlebigkeit von Zement erhöhen, sondern auch noch andere Lösungsansätze bieten“, betonte Dr. Peter Jerschow, Leiter der Produktentwicklung in der Business Unit Construction Silicones im Geschäftsbereich Wacker Silicones. „Silicone können schon in der Zementherstellung eingesetzt werden. Mit einem neuen Siliconadditiv, das von unserem Competence Center in Indien entwickelt wurde, konnten Kunden bereits mehrere Tausend Tonnen Zement produzieren“, so Jerschow weiter.

„Shanghai ist jetzt das erste Kompetenzzentrum von Wacker, das sich ausschließlich mit Siliconbeimischungen für Zement und Beton beschäftigt. Es kann dabei auf die Expertise und die weltweiten Ressourcen des Konzerns zurückgreifen und dadurch einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der chinesischen Zement- und Betonindustrie leisten.“

Silicone sind wasserabweisend, dampfdurchlässig, chemikalien- und UV-beständig. Dank ihres einzigartigen Eigenschaftsprofils können sie Baumaterialien effektiv und umfassend schützen. Silicone lassen sich zur Hydrophobierung von anorganischen Isoliermaterialien, zur Tiefenimprägnierung von Beton, aber auch zur Formulierung von Schutzbeschichtungen und als pH-Modifikatoren einsetzen. Siliconbasierte Produkte gibt es in Pulverform, als lösungsfreies wässriges System oder als wasserbasierende Emulsion.

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