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Anlagenlebensdauer und -Verschleiß

Kommt jetzt die Anlage ohne Fehl(er) und Tadel?

| Autor / Redakteur: Dominik Stephan* / Dominik Stephan

(Bild: © industrieblick/Fotolia.com)

Impulse für Betrieb und Anlagenbau zwischen Lebensdauerbetrachtung und Verschleißmodellen – Wie lange hat Ihre Anlage noch zu leben? Zwischen Instandhaltung, Diagnose und analytischen Verfahren geht eine Dechema-Veranstaltung auf Spurensuche … Mit dabei: Werkstoffspezialisten, neue Richtlinien und Impulse aus der Praxis. Lebenslanges lernen für die Anlagenlebensdauer und ein Impuls an die Eigenverantwortung - Kommt jetzt die Null-Fehler- Anlage?

Chemieanlagen werden beansprucht: Heftige Temperaturwechsel, mechanische Beanspruchung und korrosive Medien zehren an der Substanz von Rohren, Apparaten und Prozess­equipment. Die Auswirkungen solcher Faktoren auf die Lebensdauer von Anlagen und Komponenten ist jedoch nicht leicht vorauszusagen – besonders, da im tatsächlichen Betrieb meist mehrere Belastungsarten zusammenkommen. Diese Wechselwirkungen sind nur schwer zu modellieren und beeinflussen, wie stark und wie lange eine Anlage beansprucht werden kann.

Vermehrt Anlagenbauprojekte in Asien (Bildergalerie)

Wenn es um die Anlagen-Lebensdauer geht, sind daher Werkstoffexperten und Anlagenbauer gleichermaßen gefragt. Aber auch die Verfahrensentwickler, Kon­strukteure, Prozessingenieure, Prüfer und Überwachungseinrichtungen müssen ihre Arbeiten koordinieren, um einen sicheren Betrieb zu gewährleisten, meint auch die Dechema.

Der Verband hat mit seiner Fachgemeinschaft Werkstoffe, Konstruktion, Lebensdauer ein Forum geschaffen, das den Fachleuten aus all diesen unterschiedlichen Bereichen die Möglichkeit bietet, Erfahrungen auszutauschen, Problemlösungen zu erarbeiten und zukünftige Entwicklungen anzustoßen.

3,5 Milliarden für die Instandhaltung

Immerhin geht es um Geld – viel Geld: Etwa 3,5 Milliarden Euro gibt alleine die deutsche Chemie und Pharmaindustrie Jahr für Jahr für Instandhaltungsmaßnahmen aus. Dazu kommen weitere zehn Milliarden an indirekten Kosten durch Produktionsausfälle, Qualitätseinbußen und Lagerhaltungskosten. Damit nimmt die Chemie einen Spitzenplatz unter den Branchen ein – Ursache hierfür sind die kostenintensiven Anlagen und Prozesse sowie der vergleichsweise geringe Personalkostenanteil bei der Wertschöpfung.

Anlageneffektivität bei gleichzeitig reduzierten Lebenshaltungskosten wird zum Schlüsselkriterium für Entscheider in der Prozessindustrie. Nutzungsgrad, Produktion und Auslastung und natürlich die Produktionsqualität wollen bedacht sein – und das über die gesamte Lebensdauer einer Anlage hinweg.

Werkstoffeigenschaften im Fokus

Genau diese Aspekte standen auch im Mittelpunkt des Infotags „Lebensdauerbetrachtung - Auf dem Weg zur Null-Fehler-Anlage“ der Dechema im Oktober 2016. Neben neuen Normen und Richtlinien wie der Bedeutung der EN13445 gegenüber dem älteren deutschen AD2000 Regelwerk (siehe Kasten), stand besonders das Werkstoffverhalten im Mittelpunkt des Interesses: Immerhin tut, wer einen sicheren und wirtschaftlichen Betrieb gewährleisten will, gut daran, die typischen Schädigungsprozesse zu verstehen. Nur so lassen sich verwertbare Aussagen über den Zustand von Anlagen und mögliche Ausfälle treffen.

Ergänzendes zum Thema
 
Alles neu macht die EN13445

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