Bilfinger Berger Industrial Service Kluge Zukäufe und der Fokus auf strategische Partnerschaften bringen BIS nach vorne

Redakteur: Anke Geipel-Kern

Konsequenz und klare Strategie zahlen sich aus, das zeigt Bilfinger Berger Industrial Service (BIS). Der Industrieservicedienstleiter fährt seit Jahren steigende Umsätze ein – vorläufige Krönung der Erfolgsgeschichte ist die Übernahme von MCE.

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Der Shutdown der Raffinerie im Jahr 2008 markiert den vorläufigen Höhepunkt der Geschäftsbeziehung von BIS zu Total in Leuna. (Bild: Total)
Der Shutdown der Raffinerie im Jahr 2008 markiert den vorläufigen Höhepunkt der Geschäftsbeziehung von BIS zu Total in Leuna. (Bild: Total)

Thomas Töpfer, Chef des Industrieservicedienstleisters Bilfinger Berger Industrial Service (BIS), kann bei seiner Werkstattbesichtigung im Industriepark Böhlen in der Nähe von Leuna zufrieden sein. Nicht nur vor den Hallen knallt die Sonne, auch drinnen geht es heiß her. Gleich am Eingang liegt ein Rohrbündelwärmetauscher, dem auch ein Laie ansieht, dass er dringend überholungsbedürftig ist. Und Dow Chemical – neben dem Kraftwerk Lippendorf wichtigster Kunde am Standort – hat 16 Anlagenstränge zur Revision gebracht, deren Instandhaltung der Betriebsmannschaft in den letzten Wochen reichlich Überstunden beschert haben. Jetzt liegen die Einzelteile gesäubert, geprüft und sorgfältig durchnummeriert in den Regalen und warten auf den Einbau im Feld.

Gleich nebenan in Leuna sorgt Total, eine der größten Raffinerien Deutschlands ebenfalls für viel Arbeit und entsprechend gute Stimmung bei der Mannschaft. Die Beziehung zur Totalraffinerie ist für BIS eine Erfolgsgeschichte, die Töpfer gerne erzählt, zeigt sie doch exemplarisch wie ein Instandhaltungsdienstleister über die Jahre zum strategisch wichtigen Partner wird und welches Vertrauensverhältnis zwischen Kunde und Dienstleister entstehen kann, wenn die sprichwörtliche Chemie zwischen den Beteiligten stimmt. Denn, das Servicegeschäft sei ein menschliches Geschäft, betont Töpfer. Vorläufiger Höhepunkt der Beziehung: Der komplett abgewickelte Shutdown der Raffinerie im Jahr 2008. Dahinter stehen ein Auftragsvolumen von mehr als 10 Millionen Euro und 480 Mitarbeiter, die von Januar 2007 bis Juli 2008 das Projekt betreuten.

Das Raffinerie-Geschäft ist ein wichtiger Umsatzbringer in der Gruppe und rangiert prozentual mit 16 Prozent hinter Chemie, Petrochemie und Pharma (33,8 Prozent) auf Platz 2, gefolgt von der Sparte Kraftwerke und Energieerzeugung (14,5 Prozent), wobei BIS-Chef Töpfer auf eine gesunde Mischung verweist, die das Geschäft insgesamt weniger krisenanfällig mache.

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