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MIschtechnik Schnelles und gleichzeitig schonendes Mischverfahren für kleine Chargen

| Redakteur: M.A. Manja Wühr

Neben der Massenproduktion von pulvrigen Lebensmitteln wächst auch der Trend zu kleineren Einheiten. Diese sollen ebenfalls schnell und kompromisslos hygienisch hergestellt werden. Ein neuer Mischer macht möglich, was bislang nur den großen Chargen vorbehalten war.

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Strömungsprinzip des Kone Slid-Mischers
Strömungsprinzip des Kone Slid-Mischers
(Bild: Amixon)

Wann immer pulvrige Güter in großen Mengen verschnitten werden müssen, sind langsam drehende vertikale Mischsysteme die Technik der Wahl. Vor allem wenn die einzelnen Komponenten in weitgehend ähnlichen Anteilen vorliegen. Durchgesetzt haben sich diese Systeme mit vertikal gelagerten Mischwerkzeugen, weil sie ein überaus schonendes Verströmen mit geringem Energieeintrag und eine gute Restentleerung ermöglichen.

Insbesondere große Mischer dieser Bauart mit zehn und 15 m3 Nutzinhalt werden häufig für die Aufbereitung von Säuglings- und Babynahrung gefertigt und eingesetzt. Ein Vorteil einer Großchargen-Produktion liegt darin, Analysekosten einzusparen. Hier gelten die Prämissen:

  • ideale Mischgüten,
  • kurze Mischzeiten,
  • minimaler Energieeintrag und Erhalt der aus dem Sprühturm gewonnenen Agglomerate,
  • hochgradige Restentleerung bis zu 0,007 % und besser,
  • Verwendbarkeit für variierende Füllgrade von zehn bis 100 %,
  • hygienische Apparateausführung im Hinblick auf Trockenreinigung und bedarfsweise auch Nassreinigung,
  • kompakte, platzsparende Bauart.

Die Herstellung von Babynahrung in kleineren Chargen und verkürzter Mischzeit zu vollziehen, stellt seit einigen Jahren einen parallel verlaufenden Trend dar. Hier wurden bisher vornehmlich horizontale Doppelwellenmischer eingesetzt. Deren paddelartige Misch­werkzeuge sind horizontal gelagert und rotieren gegeneinander. Die Mischgüter erfahren im Überschneidungsbereich der Misch­werkzeuge eine Aufwärtsbeschleu­nigung und fließen in den Außenbezirken abwärts. Das Misch­prinzip wird als Mehrstromfluid- Mischer bezeichnet.

Extrem kurze Mischzeiten

Amixon hat nun die Idee der extrem kurzen Verweildauer aufgegriffen und eine eigene Entwicklung auf Basis der vertikalen Mischtechnologie hervorgebracht: den Kone Slid-Mischer. Trotz ge­ringer Drehfrequenzen der Helix-­Mischwerkzeuge werden die Mischgüten, die innerhalb von nur 20 bis 60 Sekunden erzielt werden, als ideal gut bezeichnet. Ein rotationssymmetrisches Verschlusselement senkt sich wenige Zentimeter und gestattet die Totalentleerung innerhalb weniger Sekunden. So ist es möglich, mit kleinen Mischern große Volumenströme zu homogenisieren.

Der Kone Slid-Mischer bietet eine sekundenschnelle Restentleerung.
Der Kone Slid-Mischer bietet eine sekundenschnelle Restentleerung.
(Bild: Amixon)

Dabei findet eine dreidimensionale Zufallsverteilung statt. Diese ist unabhängig vom Füllgrad, der Drehfrequenz und etwaig differierenden Komponenteneigenschaften wie Partikelgröße, Dichte, Kohäsion, Adhäsion oder Viskosität. Falls die Güter ungewöhnlich fragil sind, oder staubexplosive Zustände nur bei Peripheriegeschwindigkeiten kleiner 1 m/s vermieden werden, kann die Misch­werksdrehfrequenz verringert werden. Der Mischvorgang findet ohne Qualitätseinbußen auch bei langsamer Drehbewegung der Misch­werkzeuge statt.

Absolute Allergenfreiheit kann in einer Schüttgut verarbeitenden Vielzweckanlage nur durch eine gründliche Nassreinigung sichergestellt werden. Seitens Amixon kann die Nassreinigung und Trocknung automatisch mit dem System Water Dragon erledigt werden. Falls der Mischer manuell gereinigt werden soll, bieten besonders große In­spektionstüren einen guten Zugang für das Reinigungspersonal. Weiterer Vorteil der Mischmaschine: Sie bietet einen hohen Hygienestandard bei geringem Personaleinsatz, da alle Details fugenfrei gefertigt sind. Aus diesem Grund wird die FDA-zugelassene Maschine in vielen Fällen zur Herstellung von pharmazeutischen Gütern, Nahrungsergänzungsmitteln, diätetischen Lebensmitteln und insbesondere für Babynahrung genutzt.

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