Power-to-Liquid KIT-Ausgründung nimmt erste chemische Pilotanlage in Betrieb

Redakteur: M.A. Manja Wühr

Die Ausgründung des Karlsruher Instituts für Technologie Ineratec hat zusammen mit finnischen Partnern eine neue Power-to-Liquid-Anlage in Betrieb genommen. Die schiffscontainergroße Pilotanlage produziert aus Sonnenenergie und dem Kohlenstoffdioxid der Luft synthetische Kraftstoffe.

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Die Gründer des Spin-offs des KIT INERATEC entwickeln kompakte, mikrostrukturierte chemische Reaktoren, die Gase in hochwertige flüssige Kraftstoffe umwandeln.
Die Gründer des Spin-offs des KIT INERATEC entwickeln kompakte, mikrostrukturierte chemische Reaktoren, die Gase in hochwertige flüssige Kraftstoffe umwandeln.
(Bild: KIT)

Karlsruhe, Lappeenranta/Finnland – Im Rahmen des Projektes Soletair hat die Ausgründung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) Ineratec zusammen mit dem Forschungszentrum Finnland (VTT) die weltweit erste chemische Pilotanlage Erzeugung flüssiger Kraftstoffe aus regenerativen Energien in Betrieb genommen. Die Anlage besteht aus drei Komponenten. Die vom VTT entwickelte „Direct Air Capture“-Einheit filtert das Kohlenstoffdioxid aus der Luft heraus. Eine an der Lappeenranta University of Technology (LUT) entwickelte Elektrolyseeinheit erzeugt mittels Sonnenstrom den notwendigen Wasserstoff. Ein mikrostrukturierter, chemischer Reaktor wandelt dann als Herzstück des Ganzen den aus Sonnenenergie gewonnenen Wasserstoff und das Kohlenstoffdioxid in flüssige Treibstoffe um. Der Reaktor wurde am KIT entwickelt und von Ineratec zu einer marktreifen Kompaktanlage ausgebaut.

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„Die Energiewende kann nur ein Erfolg werden, wenn wir unser Know-How zusammenführen und die Kompetenzen der europäischen Industrie im Energiesektor gemeinsam stärken“, betont VTT-Wissenschaftler und Soletair-Projektleiter Dr. Pekka Simell mit Blick auf die geplante Kooperation. Die neue Power-to-Liquid-Anlage wird in diesem Jahr am BIORUUKKI Piloting Center von VTT erstmalig in Betrieb genommen und soll danach 2017 auf dem Campus der LUT zum Einsatz kommen. Das Projekt Soletair läuft noch bis Mitte 2018 und wird von der Finnischen Finanzierungsagentur für Technik und Innovation (Tekes) mit einer Million Euro gefördert.

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