Adapter für Reihenklemmen Keine Zeit zu verlieren – Baugruppen bis zu 90% schneller anschließen

Autor / Redakteur: Daniel Utermöhle* / Wolfgang Ernhofer

Die Verbindung der im Schaltschrank verbauten Reihenklemmen mit der Steuerung hat sich bislang fehlerträchtig und zeitaufwändig gestaltet – insbesondere wenn E/A-Baugruppen bis 250 V AC/DC anzukoppeln sind. Mit dem neuen Frontadapter der Produktfamilie VIP-Power Cabling lassen sich 20- respektive 40-polige Baugruppen jetzt bis zu 90 % schneller als bei einer Parallelverdrahtung an eine S7-300-Steuerung anschließen.

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Läuft die Zeit bei der Verkabelung davon? Beim Anschließen an die Steuerung können Anwender mit neuen Frontadaptern viel wertvolle Zeit sparen. Mit einfachen Schritten werden Reihenklemmen und Steuerung sicher und fehlerfrei verbunden.
Läuft die Zeit bei der Verkabelung davon? Beim Anschließen an die Steuerung können Anwender mit neuen Frontadaptern viel wertvolle Zeit sparen. Mit einfachen Schritten werden Reihenklemmen und Steuerung sicher und fehlerfrei verbunden.
(Bilder: © Maridav - Fotolia.com / Phoenix Contact)

Seit sie vor fast 90 Jahren in den Markt eingeführt wurde, hat sich einiges an der Reihenklemme verändert. So wurden z.B. das Klemmen-Design verschlankt, verbesserte Werkstoffe eingesetzt, verschiedene Anschlusstechniken geschaffen und sogar Bauteile wie Relais, Sicherungen oder Dioden in das Klemmengehäuse integriert. Werden exemplarisch die marktüblichen Lösungen für die Anbindung an eine Simatic S7-300 betrachtet, kristallisieren sich hier drei wesentliche Ansätze heraus:

  • Verwendung von einseitig vorkonfektionierten Frontadaptern mit 20 respektive 40 Einzeladern im Seilverbund sowie einem offenen Ende zur freien feldseitigen Konfektionierung, wobei die Nennspannung 24 V AC/DC beträgt.
  • Einsatz von Systemverkabelungs-Adaptern, die zur Signalrangierung spezielle Leitungen mit angeschlagenen, genormten Steckverbindern nutzen und feldseitig auf Übergabemodule aufgelegt werden. Die maximal zulässige Spannung bei einem FLK/IDC-Anschluss beläuft sich auf 50 V AC respektive 60 V DC.
  • Verwendung von Frontsteckern mit Schraub-, Zugfeder- oder Crimpanschluss, die nicht konfektioniert sind, sodass das Anschlagen und die Auswahl der Signalleitungen dem Anwender überlassen bleiben. Maximal ist eine Spannung von 250 V AC/DC zulässig.
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Die Varianten verdeutlichen, dass es im Prinzip für jede Applikation die passende Lösung gibt. Die Ankopplung von Leistungskarten bis 250 V AC/DC oder Reihenklemmen erfordert jedoch einen erhöhten Arbeitsaufwand für das Konfektionieren und Verlegen der Leitungen. Die Erfahrung zeigt, dass für die Anbindung von 40-poligen Baugruppen inklusive einer etwaigen Fehlersuche durchaus 45 Minuten zu veranschlagen sind.

Klare Zuordnung der verschiedenen Signalformen

Um die beschriebene Vorgehensweise zu vereinfachen, hat Phoenix Contact die neue Adapter-Generation VIP-Power Cabling entwickelt. Aufgrund des geschlossenen Gehäuses, des hohen Kabelquerschnitts und eines besonderen Prüfverfahrens lassen sich mit der Lösung nahezu alle E/A-Baugruppen für die S7-300 fehlerfrei anschließen. Die sichere Verbindung der Frontadapter mit den E/A-Karten ist bei den 20-poligen Baugruppen über einen Rastmechanismus realisiert, während die 40-poligen Adapter mittels einer Schraube fixiert werden.

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