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Verpackungstechnik

Keine Angst vor fernöstlichen Verpackungsmaschinenherstellern

13.10.2009 | Autor / Redakteur: Volker Unruh / Volker Unruh

Bei komplexeren Verpackungsmaschinen ist China weitgehend auf Importe angewiesen. Besonders die Qualitätsanforderungen im Nahrungsmittelbereich lassen die Nachfrage nach kompletten Produktionslinien und -anlagen steigen. Bild: Multivac
Bei komplexeren Verpackungsmaschinen ist China weitgehend auf Importe angewiesen. Besonders die Qualitätsanforderungen im Nahrungsmittelbereich lassen die Nachfrage nach kompletten Produktionslinien und -anlagen steigen. Bild: Multivac

Dem VDMA zufolge haben die chinesischen Unternehmen ihre Produktionskapazitäten in den letzten Jahren kräftig ausgeweitet. Im Zeitraum zwischen 2002 und 2008 stieg das Produktionsvolumen um 62%.

Chinesische Hersteller von Verpackungsmaschinen wollen auf den Weltmarkt

Doch die chinesischen Hersteller sind nicht nur auf die Deckung des Bedarfs im eigenen Lande erpicht, sondern wollen auch auf den anderen Märkten des Globus ein Wörtchen mitreden – wenn auch ausgehend von einem niedrigen Niveau. Laut VDMA beträgt der Anteil Chinas am Weltexport an Verpackungsmaschinen rund 2,5%. Bisherige Hauptabsatzländer sind die USA, andere asiatische Länder und Russland.

Dass China jedoch so bald in ernsthafte Konkurrenz zu den etablierten westlichen Herstellern treten könnte, scheint unwahrscheinlich. Und das, obwohl China mit den Maschinen auch einen Teil des dahintersteckenden Know-hows importiert und immer mehr Unternehmen aus den Industriestaaten dazu übergehen, ihre Produkte für die chinesischen und angrenzenden Märkte vor Ort zu produzieren.

Maschinenbau in China könnte von ausländischen Direktinvestitionen profitieren

Der Maschinenbau, so Vera Fritsche, Referentin im VDMA-Fachverband Verpackungsmaschinen, ist in China eine der Industrien, die am meisten von ausländischen Direktinvestitionen profitieren. Denn Unternehmen mit ausländischem Investment können inzwischen mit westlicher Technologie und westlichen Standards in der Qualitätskontrolle durchaus hochwertige Maschinen und Anlagen liefern. Zumindest gilt das für den Lowtech-Bereich.

Sobald jedoch die Rede auf komplexe Verpackungssysteme kommt, zeigen sich die deutschen Marktführer selbstbewusst. „Wir machen die Erfahrung“, so Timo Mosca, „dass ‚made in Germany‘ gerade bei Maschinen und Anlagen, die ja meist langfristige Investitionsgüter sind, immer wieder überzeugt. Schließlich kann sich der Anwender bei uns darauf verlassen, auch nach vielen Jahren noch die passenden Ersatzteile zu bekommen, und unsere Kunden vertrauen weltweit auf unsere Qualitätsstandards.“

Europa ist für Verpackungsmaschinen aus China schwer zugänglich

Die strengen europäischen Richtlinien, Material- und Sicherheitsbestimmungen sind auch für Kristian Blomqvist, Vertriebsleiter Europa bei Multivac, eine derzeit unüberwindbare Hürde für eine chinesische Invasion auf den heimischen Märkten. „Vor dem Hintergrund der europäischen Maschinenbautradition“, so Blomqvist, „gibt es einfach einen Entwicklungsvorsprung, der nicht so leicht einzuholen ist, gerade was die Steuerungstechnik und Software angeht.“

Vera Fritsche vom VDMA sieht das genauso: „Die Stärke der deutschen Verpackungsmaschinenhersteller liegt in der raschen Innovation. Mit diesem probaten Mittel können sie Wettbewerber aus dem Reich der Mitte auf Distanz halten.“

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