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Auszeichnungen für Katalyseforscher

Katalyseforscher öffnet den Blick in die Black Box

| Redakteur: Anke Geipel-Kern

Ein Versuchsreaktor der BASF wird mit einem Katalysator in Granulatform befüllt. In ablaufgesteuerten Laboranlagen werden kontinuierlich alle Messdaten gesammelt. Das Auswerten der Messdaten gibt Aufschluss über die Leistung von Katalysatoren unter betriebsnahen Reaktionsbedingungen.
Ein Versuchsreaktor der BASF wird mit einem Katalysator in Granulatform befüllt. In ablaufgesteuerten Laboranlagen werden kontinuierlich alle Messdaten gesammelt. Das Auswerten der Messdaten gibt Aufschluss über die Leistung von Katalysatoren unter betriebsnahen Reaktionsbedingungen. (BASF SE)

Dass Katalyse funktioniert, weiß jeder Chemiestudent, wie die Reaktionsbeschleuniger wirken, ist in vielen Fällen immer noch unbekannt. Robert Schlögl hat das Geheimnis gelüftet und dafür in diesem Jahr den Alwin-Mittasch-Preis erhalten.

Das Jahrestreffen Deutscher Katalytiker in Weimar ist die wichtigste nationale Plattform für Katalytiker aus Akademie und Industrie und deshalb auch der passende Ort, um Preise zu an die Wissenschaftler zu verleihen, welche die Katalyseforschung voranbringen.

In diesem Jahr dürfen sich ein alter Hase und ein Nachwuchsforscher freuen: Professor Robert Schlögl erhält den Alwin-Mittasch-Preis 2015 und an Dr. Mirza Cokoja von der Technischen Universität München geht der Jochen-Block-Preis für Arbeiten zur homogenen Katalyse vergeben.

Schlögl, der die katalytische Reaktion gerne als Black Box bezeichnet, hat ein dynamisches Modell entwickelt, durch das man die Vorgänge katalyscher Prozesse besser verstehen kann.

Der Wissenschaftler geht davon aus, dass heterogen-katalytische Prozesse sich nicht auf statischen Oberflächen abspielen, sondern dass die Oberfläche mit den reagierenden Stoffen zusammen eine Einheit, ein dynamisches System bildet. Dieses dynamische System bringe die aktiven Zentren hervor.

Für diese Erkenntnisse ist Schlögl, seit 1994 Direktor und Wissenschaftliches Mitglied am Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft und seit 2011 zusätzlich Gründungsdirektor am Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion, nun mit Alwin-Mittasch-Preis 2015 als Brückenbauer zwischen Modell-Katalyse und industrieller Umsetzung gewürdigt worden.

Den mit 10.000 Euro dotierten Alwin Mittasch-Preis erhalten Forscher, die sowohl die Grundlagen der Katalyse erweitert als auch beispielhafte Anwendungen in der industriellen Praxis gefunden haben. Er wird von der BASF SE gestiftet und in der Regel alle drei Jahre von der DECHEMA und der Deutschen Gesellschaft für Katalyse (GeCatS) vergeben.

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