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Kabelschutz mit Atex-Zertifizierung Kabelschutz aus Polyamid mit Atex-Zertifizierung besteht Praxisprüfung

| Redakteur: Anke Geipel-Kern

PMA, Spezialist für Kabelschutz aus Kunststoff, hat ein Kunststoffsystem entwickelt, das die strengen Atex-Normen erfüllt und sich damit für den Einsatz in der Prozessindustrie empfiehlt. Die Feuertaufe im Praxistest ist nun bestanden.

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Für eine Turbine müssen zwischen 80 und 120 Messtellen verkabelt werden. Die insgesamt mehr als 300 Meter Kabel werden in einer Kabelbrücke zum Messchrank geführt.
Für eine Turbine müssen zwischen 80 und 120 Messtellen verkabelt werden. Die insgesamt mehr als 300 Meter Kabel werden in einer Kabelbrücke zum Messchrank geführt.
( Bild: PMA )

Eisenbahnen sind neben dem Flugzeug das sicherste Verkehrsmittel – das wissen Viele. Aber nur den Wenigsten dürfte bekannt sein, dass ihre Sicherheit zum Teil von einem unscheinbaren schwarzen Kunststoffwellrohr abhängt, das Kabel vor Steinschlag, Nasse, Hitze, Kälte und gefräßigen Nagetieren schützt. Kabelschutz made bei PMA, dem Schweizer Kabelschutzhersteller ist mittlerweile in vielen Zügen verbaut, aber seit einiger Zeit kann auch die Prozess-industrie von dem 30-jährigen Know-how der Kabelschutzexperten profitieren. Spezialisiert ist PMA auf Kunststoffsysteme aus Polyamid-Werkstoffen. PA-Kunststoffe zeichnen sich durch viele gute Eigenschaften aus. Sie sind flexibel, dafür aber mechanisch fest, beständig gegen UV-Strahlung, resistent gegen Korrosion und stabil in einem breiten Temperaturbereich, was sie für viele Industrieanwendungen geeignet macht. Ende 2005 hat PMA das erste komplett aus Kunststoff hergestellte, flexible Kabelschutzsystem vorgestellt, das die Atex-Konformität erfüllt und nach der Richtlinie 94/9/EG zugelassen. Das ermöglicht den Einsatz in den nach Atex 137 definierten Zonen 1 und 2 (Gase/Dämpfe) sowie 21 und 22 (Stäube).

Mittlerweile hat das System zahlreiche Praxiseinsätze hinter sich u.a. in einer Technikumsanlage bei Schering und in Dampfturbinen von Siemens Energy. Die riesigen Turbinen nutzen Abwärme, beispielsweise, aus chemischen und petrochemischen Produktionsanlagen und werden zur Stromerzeugung u.a. in GuD-Anlagen eingesetzt. Siemens Energy fertigt am Standort Görlitz viele seiner Industriedampfturbinen und fungiert als Kompetenzzentrum für Turbosätze und Kompressoren. Die Elektroinstallateure benötigen bei einem Teil der Turbinen zur Verkabelung der Turbinen-Messstellen Kabelschutz mit den entsprechenden Atex-Zulassungen. Seit Kurzem steht der Atex-zugelassene Kunststoffkabelschutz von PMA in der Siemens-Ausführungsangaben, die auch für die meisten anderen Turbinenfertigungsstandorte gilt.

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