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PCIC Europe/Pumpen Jetzt lernt die Pumpe mitzudenken...

| Autor / Redakteur: Dominik Stephan* / Dominik Stephan

Prozesspumpen haben keinen leichten Job, schon gar nicht in der Downstream-Industrie. Gut, wenn man starke Partner auf seiner Seite weiß – Ob in der Raffinerie oder dem Chemiestandort, Pumpen in allen Größen sind die allgegenwärtigen Arbeitspferde der Branche. Doch Pumpen sind auch einer der größten Kostenfaktoren in der Produktionsanlage. Veraltet oder unzureichend geregelt bleibt die Technik häufig unter ihren Möglichkeiten – und genau da setzen moderne Automatisierungs- und Pumpen-Management-Konzepte an.

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Wussten Sie, dass Pumpen rund zehn Prozent zum weltweiten Energieverbrauch beitragen? Mit energieeffizienten Pumpen ließe sich soviel Energie sparen, wie eine Milliarde Privathaushalte verbraucht. Die Technologie dafür existiert schon längst.
Wussten Sie, dass Pumpen rund zehn Prozent zum weltweiten Energieverbrauch beitragen? Mit energieeffizienten Pumpen ließe sich soviel Energie sparen, wie eine Milliarde Privathaushalte verbraucht. Die Technologie dafür existiert schon längst.
(Bild: chones, Andrei Merkulov - Fotolia)

Ob bei Raffinerieprozessen oder in der Grundstoffindustrie, die Stoffumwandlung und Veredlung von Kohlenwasserstoffen ist das Brot-und-Butter-Geschäft der Downstream- Spezialisten. Selbst die grüne Chemie und das Bioraffinerie-Konzept kommen nicht ohne die begehrten Verbindungen aus. Doch damit aus Erdöl, Gas oder Biomasse Treibstoff, Grundchemikalien oder High-Value-Produkte werden, sind aufwändige Stofftransporte notwendig.

Pumpen sind das Herz der Industrie. Aber sie werden schnell zur Kostenfalle: Veraltetes Material, teure Instandhaltung oder falsch ausgelegte Aggregate schlagen aufs Konto des Betriebs durch. Außerdem sind immer noch bis zu 80 % der Bestandspumpen ungeregelt – eine echte Prozessoptimierung ist so kaum möglich.

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Enablertechnologie Automatisierung – Mehr aus Pumpen machen

Dabei seien neben der richtigen Auslegung gerade die Überwachung und Regelung sowie die Früherkennung möglicher Ausfälle ein wesentlicher Schlüssel zur effizienteren Pumpentechnik, glauben Fachleute. Auch wenn immer ausgeklügeltere Motoren, Dichtungen oder Kupplungen Pumpen noch leistungsfähiger, stabiler oder effizienter machen – grundlegend für die effiziente Nutzung der Strömungsmaschinen könnte die Automatisierung sein.

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Auf einen Blick
Die wichtigsten Fakten zu PCIC Europe
  • Wann? 14.-16. Juni 2016
  • Wo? Sheraton Berlin Grand Hotel Esplanade
  • Wer? Endkunden, Anlagenbauer, Verbände, Behörden, Ingenieurbüros und Hersteller
  • Was ist neu? Erstmals haben die Veranstalter 2016 eine Session zur Prozessautomatisierung geplant, die umfassend über zukunftsorientierte Lösungen für die chemische und petrochemische Industrie informiert.
  • Weitere Infos? www.pcic-europe.com

Kein Wunder, dass beim Klassentreffen der Automatisierer in der Petrochemiebranche, der PCIC Europe 2016, das Thema Pumpensystem-Überwachung ganz besondere Prominenz genießt. Für diese Herkulesaufgabe setzen die Spezialisten von ABB auf Automatisierungskonzepte, die auch die Einrichtung komplexer Regel- und Steuerkreise sowie die vorausschauende Steuerung über eine Vielzahl von Prozessparametern ermöglichen.

Und nicht nur das Steuern und Regeln: die Automatisierung und die Erfassung der Messwerte macht auch ein „Preventive Maintenance“-Konzept, also das Ermitteln möglicher Störungen oder Systemausfälle noch vor dem eigentlichen Ereignis möglich. Auf diese Weise lassen sich Wartungsarbeiten oder Umrüstungen genau dann durchführen, wenn eine Pumpe kurz vor dem Versagen steht. Ohne unnötige Sicherheitsreserven oder ausfallbedingte Stillstandszeiten könnten so erhebliche Einsparpotenziale im Betrieb erzielt werden, sind sich die Automatisierer sicher.

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