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Bitkom-Umfrage

Jedes dritte Unternehmen setzt bereits auf den 3D-Druck

| Redakteur: Alexander Stark

Zu den wichtigsten Vorteilen des 3D-Drucks zählen die deutschen Unternehmen, dass sich durch den 3D-Druck individualisierte Produkte herstellen lassen.
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Zu den wichtigsten Vorteilen des 3D-Drucks zählen die deutschen Unternehmen, dass sich durch den 3D-Druck individualisierte Produkte herstellen lassen. (Bild: gemeinfrei / Pixabay)

3D-Druck gilt für viele längst als Schlüsseltechnologie. Werkzeuge, Ersatzteile und Modelle kommen heute bereits in zahlreichen deutschen Industrieunternehmen aus dem 3D-Drucker. Schon jedes dritte Unternehmen (32 %) nutzt einer Bitkom-Umfrage zufolge den 3D-Druck. Im Jahr 2018 setzten noch 28 % auf diese Technologie, im Jahr 2016 waren es nur 20 %.

Berlin – Die deutsche Industrie hat das große Potenzial der 3D-Drucktechnologie erkannt, ist sich Bitkom-Präsident Achim Berg sicher. Die Unternehmen würden dadurch nicht nur flexibler in ihrer Produktion, sie könnten auch Kosten sparen, den Materialeinsatz reduzieren und Ressourcen schonen. Durch die Fertigung etwa von Ersatzteilen direkt vor Ort kann laut Berg auf lange Lieferwege verzichtet werden. So werde auch ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet.

Die Zahlen der Bitkom-Umfrage stützen seine Feststellungen: 78 % der befragten Unternehmen halten es für wahrscheinlich, dass der 3D-Druck Geschäftsmodelle und Wertschöpfungsketten tiefgreifend verändern wird. Das sind 8 %-Punkte mehr als im Jahr 2018. Nur 7 % sehen keinerlei disruptives Potenzial. Traditionelle Fertigungsverfahren würden bislang zwar noch nicht vollständig vom 3D-Druck verdrängt, so Berg, dennoch habe er großes Potenzial, sich in vielen Bereichen zum bevorzugten Produktionsverfahren zu entwickeln.

Schon jedes dritte Unternehmen in Deutschland (32 %) nutzt den 3D-Druck.
Schon jedes dritte Unternehmen in Deutschland (32 %) nutzt den 3D-Druck. (Bild: Bitkom)

42 % der Industrieunternehmen, die 3D-Druck einsetzen, nutzen dieses Verfahren zur Herstellung von Mustern, Gießformen oder Werkzeugen. 35 % produzieren auf diese Weise Ersatzteile. 30 % erstellen damit Modelle. Zu den wichtigsten Vorteilen zählen die Unternehmen, dass sich durch den 3D-Druck individualisierte Produkte herstellen lassen: 61 % heben diese Möglichkeit besonders hervor, im Vorjahr waren es noch 53 %. Auch eine erhöhte Flexibilität in der Herstellung (55 %) gehört für die Wirtschaft zu den Chancen des 3D-Drucks (2018: 50 %). Ein kleinerer, aber stetig wachsender Teil verweist auf gesunkene Kosten: 16 % sind der Ansicht, dass sich durch den 3D-Druck eine Ersparnis erzielen lässt – gegenüber 12 % im Vorjahr.

Es kommt laut Berg jetzt darauf an, Deutschland bei der additiven Fertigung international wettbewerbsfähig zu halten. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen sollten seiner Ansicht nach bei der Einführung des 3D-Drucks gefördert und unterstützt werden. Vor allem aber sei von Bedeutung, dass in allen Bildungsstufen digitales Know-how gelehrt und der 3D-Druck schnell in relevante Ausbildungsberufe integriert werde.

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