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Digital Pharma & Life Sciences Konferenz 2010 IT-Strategien für die Pharma und Life Science Industrie

Redakteur: Frank Jablonski

Einfacher Austausch von Forschungsdaten, Integration von wissenschaftlichen Anwendungen in Büro-Software und Schutz des Intellectual Property sind nur einige der Schlagworte, die die diesjährige Digital Pharma Konferenz beleuchten. Microsoft und Bearing Point beleuchten gemeinsam mit Partnern sechs Haupt-Themen, um als Pharma- oder Chemie-Unternehmen auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten erfolgreich zu arbeiten.

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Die diesjährige Digital Pharma Konferenz beleuchtete sechs Hauptthemen, die helfen, um als Pharma- oder Chemie-Unternehmen auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten erfolgreich zu arbeiten. (Bild: Microsoft)
Die diesjährige Digital Pharma Konferenz beleuchtete sechs Hauptthemen, die helfen, um als Pharma- oder Chemie-Unternehmen auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten erfolgreich zu arbeiten. (Bild: Microsoft)

Wiesbaden - Bereits zum fünften Mal veranstaltet Microsoft gemeinsam mit Partnern aus der IT-Branche die Digital Pharma Konferenz. "Welches sind die Schwerpunkte dieses Jahr? Das werde ich häufig gefragt", eröffnet Industry Manager Egbert Schröer die Konferenz. Als erste Antwort und Einstimmung auf das Thema zugleich, spielt er einen kurzen Film über die Anwendung von SharePoint beim Pharma-Riesen Pfizer ein. Hier berichten Wissenschaftler über ihre Arbeit mit dem System und den Vorteilen, den die zentralen, leicht zugänglich abgelegten Forschungsdaten für ihre tägliche Arbeit haben. In Bewegung sind jedoch nicht nur die Schwerpunktthemen: Auch die Konferenz-Sprache ist statt Deutsch nun Englisch - einer der Wünsche der Teilnehmer und Partner, die in der Vorbereitung bei der inhaltlichen und organisatorischen Ausrichtung mit am Tisch saßen. Gleich geblieben hingegen ist der Veranstaltungsort Wiesbaden und das Konzept der begleitenden Ausstellung. 17 Partner stellen in der Ausstellung ihre speziellen Anwendungen vor.

Insgesamt sechs Kernthemen haben die Partner für eine führende Marktstellung von Unternehmen der Chemie- und Pharmaindustrie als entscheidend identifiziert: Low Cost Computing, Corporate Environmental Sustainability, Consumerization of IT, Business Intelligence, Innovation for Growth sowie Cloud Computing. An diesen Kernthemen orientiert sich die Forschung und Entwicklung von Microsoft sowie auch die Produktinnovationen und Geschäftsstrategien. Exemplarisch hierfür stellt Schröer zwei Neuentwicklungen vor. So wurde mit Chem4Word - Chemistry Drawing in Word gemeinsam mit Unilever ein Werkzeug entwickelt, mit dem komplexe chemische Strukturen direkt im weit verbreiteten Microsoft Textverarbeitungsprogramm genutzt werden können. Ein anderes Beispiel ist GenePattern. Das Reproducible Research Add-in entwickelt vom Broad Institute ist besonders für die Bio- und Gentechnik-Anwender interessant.

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Forschung für Branchenlösungen in Pharma und Life Science

„Im Branchenvergleich sind die Forschungsausgaben von Microsoft mit am höchsten. Allein in 2010 werden wir rund 9.5 Milliarden US-Dollar in Forschung und Entwicklung investieren“, erläutert Paul Meier, Director Manufacturing Process & Utilities bei Microsoft Deutschland. „Davon profitiert auch die branchenorientierte Lösungsentwicklung. Ein Beispiel dafür ist Amalga for Life Sciences: Eine systemübergreifende, Serviceorientierte Architektur mit intelligenten Engines und Anwendungen, die speziell für die Verarbeitung, Kommunikation und semantische Suche von wissenschaftlichen Daten und Projekten entwickelt wurde. Ein anderes Beispiel ist unsere jüngste Lösung für Customer Relationship Management, die auf die Anforderungen in der Chemie- und Pharmaindustrie ausgerichtet ist.“

(Auf den folgenden Seiten werden die einzelnen Kernthemen detailliert vorgestellt.)

Strategie für Unternehmenserfolg in der Pharma-Industrie

Die aktuellen Produkt- und Lösungsentwicklungen unterliegen der übergreifenden Strategie von Microsoft, sich in intensiver Zusammenarbeit mit Kunden und Partnern auf sechs Kernthemen zu konzentrieren, die nach ihrer Ansicht für die erfolgreiche Überlebens- und Innovationsfähigkeit von Unternehmen der Chemie-, Pharma- und Life Science-Industrie entscheidend sind.

Low Cost Computing und Business Intelligence

„Mit Low Cost Computing schöpfen wir Einsparpotenziale aus, die im Bereich IT Infrastruktur und -Betrieb liegen. Auch neue Formen der Lizenzierung und Softwarebereitstellung reduzieren die IT-Kosten weiter“, erklärt Schröer. „Moderne Ansätze im Business Intelligence sollen den Zugang zu Informationen demokratisieren: Je eindeutiger Mitarbeitern Prozesse und Unternehmensziele anhand von intelligentem Informations-management erfassen, umso effektiver können sie diese unterstützen.“

Unter diesen Business Intelligence-Ansatz fällt beispielsweise die auf mittelständische Unternehmen orientierte Entwicklung von Enterprise Resource Planning, die auch Compliance-Anforderungen berücksichtigt. Ein wesentlicher Aspekt von Business Intelligence in regulierten Branchen ist zudem das Dokumentenmanagement, das im Idealfall integraler Teil des Product Lifecyle Managements ist und direkt in die unternehmensweite Kommunikationsplattform eingebunden wird. Unter Business Intelligence fällt auch, Anforderungen wie die gesetzeskonforme Produktkennzeichnung und -information in der Pharmaindustrie mit Hilfe von Standardplattformen zu realisieren, um die Komplexität im Datenmanagement zu minimieren.

Corporate Environmental Sustainability und Consumerization of IT

Die Frage der Nachhaltigkeit betrifft sowohl IT-Technologien als auch Prozesse. Im Fokus stehen hier nicht nur Maßnahmen wie die Konsolidierung und Virtualisierung von Serverleistungen oder Energiesparkonzepte. Auch der Einsatz von Kommunikations-technologien, die Geschäftsreisen auf das Nötigste reduzieren, spielt eine entscheidende Rolle.

Dies geht Hand in Hand mit dem Kernthema Consumerization of IT. „SharePoint Server erlaubt als zentrale Kommunikationsplattform auch die sichere Nutzung von Social Technologies wie Blogs und Wikis. Dies vereinfacht die Zusammenarbeit von Unternehmen unabhängig von Ort und Endgerät“, erklärt Egbert Schröer. „Da innovative Desktop-Anwendungen in der Lage sind, selbst mit wissenschaftlichen Datenformaten umzugehen, gewinnt die Zusammenarbeit insbesondere in der Forschung und Entwicklung deutlich an Effizienz.“

Cloud Computing und Innovation for Growth

Cloud Computing kann für die Chemie- und Pharmaindustrie ein Weg sein, IT-Kosten zu reduzieren und die Flexibilität zu erhöhen. „Die Microsoft-Plattform ist für Cloud Computing Modelle ausgerichtet“, so Schröer. „Jedoch hängt der effiziente Einsatz von den Sicherheitsanforderungen der einzelnen Anwendungen ab und der Fähigkeit des Providers, anspruchsvolle Service Levels Agreements einzuhalten. Es gilt daher, das im Prinzip attraktive Cloud Computing-Modell für sensible Branchen weiter zu entwickeln und vor allem Fragen der Sicherheit und Verfügbarkeit zu lösen.“

Geht es um die Innovationsfähigkeit von Unternehmen, misst sich diese unmittelbar daran, wie effizient Ideen von Mitarbeitern erfasst und bewertet werden können. „Jüngste Projekte haben bewiesen, dass sich Entwicklungskosten und der Aufwand zur Entscheidung, welche Produktinnovationen weiter verfolgt werden sollen, deutlich reduzieren lassen: Schlichtweg dadurch, dass Mitarbeiter auf internen Foren Produktideen auf einfache Weise eingeben und bewerten konnten“, sagt Schröer. „Innovation for Growth bedeutet, die kreative Kompetenz der Mitarbeiter aktiv zu fördern – beispielsweise mit dem geschickten Einsatz von Kommunikationsplattformen und Analysefunktionen, die helfen, erfolgversprechende Ideen zu identifizieren.“

Die Chemie- und Pharmaindustrie profitiert unmittelbar von der Microsoft-Strategie, die weltweiten Investitionen in der IT-Forschung direkt in die branchenorientierte Lösungsentwicklung einfließen zu lassen. Dabei werden Partner und Kunden der Chemie- und Pharmaindustrie in enger Zusammenarbeit eingebunden, was die Produktreife beschleunigt und es erlaubt, auch sehr spezifische Anforderungen innerhalb von Standardlösungen zu realisieren.

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