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Positionspapier: Rohstoffstrategie Ist es Zeit für die Rohstoffwende?

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Es ist Zeit, nach der Energiewende die ebenso nötige Rohstoffwende einzuläuten. Zu diesem Schluss kommen Experten aus Universitäten, Forschungseinrichtungen und der Industrie. Im aktuellen Processnet-Positionspapier „Anorganische Rohstoffe – Sicherung der Rohstoffbasis von morgen“ haben sie analysiert, wie es um den Zugang der deutschen Industrie zu 26 wichtigen Rohstoffen bestellt ist.

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Zwar ist die Recyclingquote bei Aluminium und Eisen mit 50 % bis 70 % relativ gut, der überwiegende Teil der in der deutschen Industrie eingesetzten Rohstoffe stammt aber aus Primärquellen.
Zwar ist die Recyclingquote bei Aluminium und Eisen mit 50 % bis 70 % relativ gut, der überwiegende Teil der in der deutschen Industrie eingesetzten Rohstoffe stammt aber aus Primärquellen.
( © patila - Fotolia)

Frankfurt – Auf Basis ihrer Ergebnisse fordern die Experten eine langfristige nationale Rohstoffstrategie, um den Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken. Nicht „Recycling um des Recyclings willen“ sei das Ziel, sondern eine langfristige Ausrichtung der rechtlichen und technischen Rahmenbedingungen auf eine Kreislaufwirtschaft, die auf der Kombination von effizienterer Nutzung, Recycling und Substitution basieren solle.

Der Rohstoffsektor ist dynamisch wie kaum ein anderer; gleichzeitig sind die Auswirkungen von Verknappungen und Preisschwankungen auf die Industrie gravierend. Deutschland ist für viele wichtige Rohstoffe von internationalen Märkten abhängig. Spätestens seit dem chinesischen Exportlimit für Seltenerdmetalle ist auch der Öffentlichkeit bewusst, welche politischen und wirtschaftlichen Auswirkungen daraus resultieren können.