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Studie: Rohstoffe

Ist die Zeit der niedrigen Rohstoffpreise bald vorbei?

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Probleme bei der Versorgung mit Chemikalien sehen dagegen nur 14 % der Befragten; noch weniger erwarten Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Eisenmetallen und Stahl (10 %), Holz, Papier und Zellulose (9 %), Edelmetallen (6 %) oder Weizen (7 %).

Rohstoffeinkäufer nicht immer gut vorbereitet

Vor allem aufgrund der erwarteten Preissteigerungen messen drei Viertel der Unternehmen dem Rohstoffeinkauf trotz der weiterhin guten Versorgungslage wieder eine hohe Bedeutung zu und betrauen wenigstens einen Einkäufer ausschließlich mit diesem Thema. Doch die Fachleute verfügen nicht immer über das Know-how, das sie bräuchten, um optimal auf die derzeitige Marktentwicklung reagieren zu können. Zwar beherrscht die große Mehrheit das „Standard-Handwerk“ und verfügt über Rohstoff- und Rohstoffmarktkenntnisse. Doch weniger als die Hälfte verfügt über technisches Fachwissen zur Reduzierung des Rohstoffeinsatzes oder Know-how zu Hedging-Verfahren, mit denen sich Wechselkurs- oder Preisschwankungsrisiken absichern lassen.

Dementsprechend setzen die meisten Unternehmen vor allem auf Bewährtes, um sich für die erwarteten Preisanstiege zu rüsten: 49 % nutzen Preisverhandlungen, 48 % versuchen, Verträge über Euro- statt US-Dollar-Zahlungen zu vereinbaren und 44 % kaufen Rohstoffe nur innerhalb der Eurozone. Doch damit verlagern sie das Wechselkursrisiko einfach zu den Lieferanten und die preisen selbiges meist direkt in ihre Verkaufspreise ein.

Unternehmen können noch reagieren

„Die Zeit der niedrigen Rohstoffpreise könnte bald vorbei sein. Das trifft vor allem die Unternehmen, die bisher auf die Umsetzung zielgerichteter Maßnahmen zum Risikomanagement verzichtet haben“, sagt Lars-Peter Häfele, Leiter des Competence Center Raw Materials bei Inverto. „Für die Mehrzahl der Unternehmen, die wir 2014 befragt haben, hatten entsprechende Risiko-Management-Vorhaben keine Priorität. Jetzt fehlen den Firmen die Voraussetzungen, um kurzfristig auf Preisanstiege reagieren zu können. Doch noch ist es nicht zu spät: Wer jetzt reagiert, kann die Auswirkungen begrenzen – und ist zudem besser auf künftige Marktveränderungen vorbereitet“.

Die komplette Studie können Sie auf der Seite von Inverto kostenlos herunterladen.

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