Stimmungs- und Trendbarometer ACHEMA 2009 Interview mit Michael Ziesemer, Geschäftsführer Endress + Hauser Messtechnik

Redakteur: Anke Geipel-Kern

Die Prozessindustrie bereitet sich auf ihr größtes Branchenevent vor, die ACHEMA. Gleichzeitig befindet sich die Wirtschaft in einer Rezession, die auch vor der Chemiebranche nicht halt macht. Vor diesem Hintergrund sprach PROCESS mit Michael Ziesemer, Geschäftsführer Endress + Hauser Messtechnik.

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Michael Ziesemer, Geschäftsführer Endress + Hauser Messtechnik (Bild: Endress + Hauser Messtechnik)
Michael Ziesemer, Geschäftsführer Endress + Hauser Messtechnik (Bild: Endress + Hauser Messtechnik)
( Archiv: Vogel Business Media )

PROCESS: Herr Ziesemer, mit welchen Erwartungen fahren Sie in diesem Jahr auf die ACHEMA?

Ziesemer: Wir fahren mit großen Erwartungen zur Achema. Dies war auch in den letzten Jahren für Endress+Hauser immer eine hervorragnde Fachmesse. Wir finden eine hohe Qualität der Besucher mit vielen Kunden aus dem Ausland und sehr konkreten Projekten. Natürlich mag die eine oder andere Frage auftauchen im Zusammenhang mit der derzeitigen wirtschaftlichen Lage. Aber dies ist nicht die erste Rezession und wird auch nicht die letzte sein. Um sie zu berwinden, braucht es Ideen und Initiative. Wo könnte man dazu mehr Impulse finden als auf einer Messe wie der Achema?

PROCESS: Welche Impulse erwarten Sie vor dem derzeitigen wirtschaftlichen Hintergrund?

Ziesemer: Die wirtschaftliche Lage ist für uns auch im Moment keineswegs einheitlich schlecht. Die Projekt-Pipeline vieler Kunden ist beispielsweise voll, und es werden mehr Kraftwerke gebaut als über viele Jahre zuvor. Impulse erwarten wir aus der Chemie und aus der Pharmazie – wobei im Moment auch im Pharma-Bereich die Geschäfte nicht schlecht sind. Stets geht es um neue Lösungen und um Innovation. Das gilt gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Die Prozessautomatisierung muss nun sehr konkret ihrer eigentlichen Aufgabe gerecht werden: Kunden in der Verfahrenstechnik zu helfen, wettbewerbsfähiger zu werden. Dieser Herausforderung stellen wir uns.

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