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Interpack 2017 Interpack – Impulsgeber für die Verpackungsbranche

| Autor / Redakteur: Sabine Mühlenkamp / Dr. Jörg Kempf

Kaum eine Messe ist so vielfältig wie die Interpack. Von Verpackungsmaterialien über entsprechende Abfüll- und Verschließmaschinen sowie das nötige Kennzeichnungssystem findet sich in den voll ausgebuchten Messehallen für jedes Verpackungsproblem eine Lösung.

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Mit 2700 Ausstellern erreicht die Interpack 2017 einen neuen Rekord (2014: 2670). Auch der Besucherandrang wird wieder groß sein. Vor drei Jahren zählte der Veranstalter 174.798 Fachbesucher.
Mit 2700 Ausstellern erreicht die Interpack 2017 einen neuen Rekord (2014: 2670). Auch der Besucherandrang wird wieder groß sein. Vor drei Jahren zählte der Veranstalter 174.798 Fachbesucher.
(Bild: Messe Düsseldorf / ctillmann)

Auf die Frage, was eine optimale Verpackung ausmacht, gibt es viele Antworten. Die naheliegendste ist sicherlich, dass sie das Produkt schützen soll. Aber zugleich wird ein Marketingexperte die Kommunikation ins Spiel bringen und der Verbraucher den Convenience-Gedanken betonen. Ein Betriebsleiter möchte, dass die Verpackung reibungslos auf seinen Verpackungsmaschinen läuft. Der Einkauf fragt nur nach dem Preis und ein Logistiker bewertet die Stapelbarkeit. Nicht zuletzt ist die Branche aber genau deshalb so spannend, weil es für jede dieser Anforderungen eine Lösung gibt. Allerdings wird man nicht alle Wünsche in einer Verpackung erfüllen können, sondern Abstriche machen müssen.

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Einen ganzen Strauß an Verpackungsideen liefert auch in diesem Jahr die alle drei Jahre stattfindende Verpackungsmesse Interpack. Dabei ist sie begehrt wie immer – so verzeichnet sie die höchste Ausstellernachfrage in ihrer über 55-jährigen Geschichte. Zum offiziellen Anmeldeschluss der international bedeutendsten Veranstaltung der Verpackungsbranche und der verwandten Prozessindustrie buchten die Unternehmen etwa 20 Prozent mehr Fläche als überhaupt Kapazitäten auf dem Düsseldorfer Messegelände mit seinen 262 400 Quadratmetern in 19 Hallen zur Verfügung stehen.

Rund 2700 Aussteller aus etwa 60 Ländern werden erwartet. Auch die parallel ausgerichtete Messe „Components – special trade fair by interpack“, mit Angeboten der Zulieferindustrie für die Verpackungstechnik, ist komplett ausgebucht – trotz einer im Vergleich zur Premierenveranstaltung 2014 mehr als doppelt so großen Fläche.

Branche hofft auf Messeimpulse

Die Stimmung in der Branche ist insgesamt gut, wie die jüngsten Zahlen aus dem VDMA-Fachverband zeigen. So erhielt der Auftragseingang im Fachzweig Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen im Dezember 2016 nochmal einen kräftigen Schub. Für das Gesamtjahr lagen die Bestellungen damit um real fünf Prozent über dem Vorjahr. Aus dem Inland stieg die Nachfrage um fünf Prozent. Aus dem Ausland stiegen die Bestellungen um sechs Prozent.

Dabei kamen die Impulse vor allem aus den Euroländern – der Auftragseingang legte im Vorjahresvergleich um elf Prozent zu. Aus den Nicht-Euro-Ländern konnte ein Zuwachs von vier Prozent verzeichnet werden. Der Umsatz mit Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen stieg 2016 um real vier Prozent über das Vorjahresniveau. Im Jahresverlauf hatte Unsicherheit geherrscht, ob die zu Jahresbeginn veröffentlichte Umsatzprognose von plus drei Prozent überhaupt realisiert werden könnte. Dank sehr hoher Auslieferungen im November und Dezember ist es dann doch noch geglückt, den Umsatz zu steigern und die Prognose sogar leicht zu übertreffen. Für 2017 sind die Erwartungen der Branchenunternehmen hoch. Von der Interpack erhoffen sich die Maschinenhersteller deutliche Impulse für die Geschäftsjahre für 2017 und 2018.

Die Verpackungshersteller müssen den Spagat schaffen, Gebinde einerseits wirkungsvoll in Szene zu setzen und konsumentenfreundlich zu konzipieren und andererseits Rohstoffe zu sparen und somit die Umwelt zu entlasten. Damit steigen die Anforderungen an die Verpackungsmaschinen. Intelligente Steuerungs- und Automatisierungstechnik, sparsame Antriebe, Kompressoren, Lüfter oder Pumpen zählen zu den klassischen Lösungen, um Strom und Betriebsmittel einzusparen und die Energieeffizienz zu steigern. Effiziente Motoren, optimal an die Bewegungen und Beschleunigungsvorgänge in den Maschinen angepasst, senken den Stromverbrauch.

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