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Toptrends der Interpack 2017

Interpack 2017 im Zeichen von Digitalisierung, Industrie 4.0 und Ressourceneffizienz

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Toptrend Nr. 2 – modular und flexibel

Der Wunsch der Kunden, bei Losgrößenänderungen oder Produktvarianten, Maschinen schnell umstellen und parametrieren zu können, hat also viele Entwicklungen beflügelt.

Eng verknüpft damit ist der zweite große Trend auf der Interpack, der eigentlich kein neues Phänomen ist sondern lediglich die Ausprägung geändert hat. Modularität und der schnellere Wechsel von Faltungs- und Formatarten, begleiteten die Branche eigentlich schon seit zehn Jahren, erklärt Markus Rustler, Geschäftsführer Theegarten-Pactec. In Düsseldorf zeigte das Dresdner Unternehmen u.a. die CWM2 mit erweitertem Einsatzportfolio: Die kompakte und flexible Verpackungsmaschine verarbeitet Schokolade und kann verpackte Produkt nun zusätzlich mit einer Banderole versehen.

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Die Maschine schafft bis zu 500 Produkte/Min und ist damit im mittleren Leistungsbereich angesiedelt. Die modulare Bauweise kombiniert mit einer Roboterzuführung ermöglicht den schnellen Wechsel des Formates. Damit können Schokoladenhersteller ihre Papiere sehr variantenreich falten: Doppeldreheinschlag, Top Twist, Side Twist, Top Clip, Brieffaltung und Bunch sind möglich.

Keime müssen draussen bleiben

Mit einem neuen, modularen Anlagenkonzept will Bosch in der aseptischen Lebensmittelproduktion die Lieferzeiten erheblich verkürzen. Umgesetzt ist das in der Anlage von Ampack: Die FCL 3080 A verfügt über eine kleinere aseptische Kammer, als konventionelle Maschine. Das Risiko, dass Nahrungsmittel verunreinigt werden, sinkt damit schon einmal erheblich. Außerdem ist die Maschinenkette außerhalb der aseptischen Kammer angebracht, um der Bakterienbildung vorzubeugen. Die wahlweise in zwei Hygienestufen (ultra-clean oder aseptisch) erhältliche Ausführung eignet sich für Produkte, die über einen längeren Zeitraum haltbar bleiben müssen. Der Hersteller verspricht eine Mindesthaltbarkeit von vier bis sechs Wochen, die auf bis zu zwölf Monaten erweitert werden kann.

Partnerschaften schaffen Mehrwert

Dass eins und eins nicht immer nur zwei ist, sondern unter Umständen auch einmal drei oder vier sein kann, erkennen offenbar immer mehr Unternehmen: Partnerschaften liegen im Trend. Nicht nur Gerhard Schubert präsentierte das Ergebnis einer Kooperation mit KHS, auch Theegarten-Pactec hat sich mit Romaco Kilian zusammen getan und eine Neuentwicklung zur Messe mitgebracht: Eine neue Hochgeschwindigkeitslinie, die Suppenwürfel presst und anschließend in Schlauchbeutel verpackt. Speziell für diese Anwendung sei die Technologie die derzeit schnellste am Markt, erklärt das Entwicklerduo. Die Presse stammt dabei von Romaco Kilian, die Schlauchbeutelmaschine steuert Theegarten-Pactec zu.

Ebenfalls ein Dauerbrenner ist das Thema Nachhaltigkeit. Konservendosen oder Senftuben können dank verbesserter Produktionsprozesse mit dünneren Wandstärken als zuvor hergestellt werden. Aber auch bei der Verpackung kommt der Ökötrend an.

BASF hat ein vollkommen neues und zum Teil biobasiertes Copolyamid entwickelt. Weich und transparent sei das Material, sagen die Entwickler, das sie für Käsereifebeutel oder Modified Atmosphere Packaging empfehlen. Und gemeinsam mit Mondi und Mars tüftelt der Folienhersteller Taghleef Industries an einer biologisch abbaubaren Umhüllung für Schokoriegel.

Vielleicht können die Besucher auf der Interpack in drei Jahren das Ergebnis besichtigen – wie immer im Mai und in Düsseldorf, aber nächstes Mal mit zwei neuen Eingängen.

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