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Cyber-Security Internetattacken in Deutschland nehmen deutlich zu

| Redakteur: Dipl.-Medienwirt (FH) Matthias Back

Im ersten Quartal 2015 stieg im Vergleich zum Vorjahr die Zahl der weltweit durchgeführten Internetattacken um ein Drittel. In Deutschland stellte das Software-Unternehmen Kaspersky Lab für den Untersuchungszeitraum sogar einen Webangriff-Zuwachs um 69 % fest. Das geht aus dem aktuellen Malware-Report von Kaspersky Lab für das erste Quartal 2015 hervor.

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Die Grafik zeigt die Quellen von Webattacken nach Ländern im 1. Quartal 2015.
Die Grafik zeigt die Quellen von Webattacken nach Ländern im 1. Quartal 2015.
(Bild: Kaspersky)

Laut dem Kaspersky Security Network wurden im ersten Quartal 2015 insgesamt 2,2 Mrd. gefährliche Attacken auf den Computern und mobilen Geräten der Kaspersky-Kunden blockiert; das sind doppelt so viele wie im ersten Quartal des vergangenen Jahres 2014. Hier werden Angriffe gezählt, die über das Internet oder lokal – zum Beispiel über infizierte USB-Sticks – ausgeführt werden.

Deutschland Vierter bei schädlichen Ressourcen

Die Lösungen von Kaspersky Lab wehrten 469 Mio. Attacken ab, die weltweit über Online-Ressourcen initiiert wurden; das sind 32,8 % mehr als im selben Quartal des Vorjahres. Ein Blick nach Deutschland zeigt: Hier wurden 33,8 Mio. Webattacken auf deutsche Kunden von Kaspersky Lab abgewehrt (20 Mio. im ersten Quartal 2014). 22,8 % der deutschen Kaspersky-Nutzer waren somit im ersten Quartal 2015 einer Attacke über das Internet ausgesetzt.

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Weltweit wurden 93 Mio. einzigartige URL-Adressen als gefährlich eingestuft, was im Vergleich zu den Monaten Januar bis März 2014 eine Steigerung um 14,3 Prozent bedeutet. Knapp 40 % der weltweit von Kaspersky Lab geblockten Internetattacken gingen über in Russland angesiedelte Ressourcen. An zweiter Stelle folgen die USA (17,95 %), an dritter die Niederlande (12,66 %) und auf Rang vier Deutschland (6,91 %).

Leichte Steigerung bei mobilen Bank-Trojanern

Kaspersky Lab entdeckte im Untersuchungszeitraum 103.072 neue mobile Schädlinge; das sind 6,6 % weniger als im ersten Quartal 2014.

Im Vergleich zum ersten Quartal 2014 lag die Steigerungsrate bei Bank-Trojanern für mobile Geräte bei 29 %.

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