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Vernetzte Pumpe Intelligent und Zukunftsfähig: So kommt die Pumpe in die Cloud

Redakteur: Dominik Stephan

Ein Megatrend unserer Zeit ist der Wassermangel. Gleichzeitig steigt der Feststoffgehalt im Abwasser, was die Aufbereitung erschwert, die immer energieeffizienter erfolgen muss. Um zukunftssichere Prozesse zu schaffen, braucht es zuverlässige und vernetzte Lösungen wie die neue Wilo-Rexa Solid-Q in Verbindung mit der Nexos-Intelligenz.

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(Bild: Wilo)

Eine smarte Abwasserpumpstation sollte den Anspruch an Betriebssicherheit, Energieeffizienz und Konnektivität erfüllen. Wie mit der redundant ausgeführten Master-Slave-Steuerung der Wilo-Rexa Solid-Q-Pumpe: Bei einem System von bis zu vier Pumpen wird eine als der „Master“ festgelegt, welche die Steuerung innehat und den Betrieb regelt. Trotzdem besitzt jede einzelne Pumpe die gleiche Elektronik und verfügt somit über die Möglichkeit der Systemsteuerung. Die Vorteile für den Betrieb: Wenn der Master beispielsweise zu Wartungszwecken abgeschaltet wird, übernimmt eine der „Slave“-Pumpen sofort automatisch die Steuerung des Verbundes. Weitere Elemente der Nexos-Intelligenz sind die intelligente Energieeffizienzoptimierung und die hochentwickelte Verstopfungserkennung. Erstere bestimmt durch einen turnusmäßigen Einmesszyklus selbstständig die energetisch optimale Drehzahl für die Pumpe in ihrem aktuellen, spezifischen Systemumfeld.

Damit wird unnötiger Energieverbrauch durch Rohrreibungsverluste drastisch reduziert. Die integrierte Verstopfungserkennung wiederum wird speziell auf den jeweiligen Hydrauliktyp angepasst, um ein optimales Ergebnis zu erzielen: Eine beginnende Laufradblockierung wird durch mehrere Algorithmen erkannt, automatische Pumpenreinigungszyklen entsprechend eingeleitet. Die Nexos-Intelligenz, inklusive der SPS-Regelungsfunktionen, wird bei der Rexa SOLID-Q auf die neue, im Motorkopf verbaute Datenschnittstelle Wilo-Digital Data Interface (DDI) aufgespielt. Die komplette Steuerungsintelligenz sitzt damit bereits in der Pumpe. Dadurch ist der Frequenzumrichter ohne Funktionsverlust austauschbar, eine zusätzliche, externe Steuerung wird nicht mehr benötigt.

Smarte Abwasserpumpstation, intelligente Systemlösung

Die Abwasserpumpe Solid-Q wurde konzipiert für die Förderung von Rohabwasser in mittelgroßen Pumpstationen, sowohl in Nass- als auch in Trockenaufstellung. Das im Motor integrierte DDI beinhaltet die IP-basierte, digitale Ethernet-Schnittstelle sowie einen Datenlogger, ein digitales Typenschild und eine integrierte Schwingungsüberwachung: „Mit der integrierten Ethernet-Schnittstelle kann die Pumpe trotz umfangreicher Sensorik über nur einen Stecker so einfach wie nie mit der Anlage vernetzt werden“, sagt der Produktmanager. Mittels integriertem Webserver wird die Pumpe über die Netzwerkschnittstelle – via extern angeschlossenem Touch-Panel – oder direkt über den Computer lokal gesteuert und überwacht. Über den Internetbrowser kann die Systemoberfläche dabei unabhängig vom verwendeten Betriebssystem problemlos aufgeschaltet werden. Neben der Bedienungsanleitung sind hier auch das Typenschild sowie Motor- und Hydraulikdaten hinterlegt. Durch die Verwendung standardisierter Netzwerkprotokolle ist auch die Einbindung in Cloudbasierte Fernübertragungstechnik problemlos möglich.

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