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Prozessleittechnik Integrierte Prozessleittechnik vermeidet Systembrüche

Autor / Redakteur: Dipl.-Wirtsch.-Ing. (TH) Svitlana Schmitt / Dr. Jörg Kempf

Seit etwa zehn Jahren setzen sich die Systemhersteller verstärkt mit dem Thema Integration in der Prozessleittechnik auseinander. Für die Anwender bedeutet jede Integration ein Plus an Zuverlässigkeit und Komfort, meist bei gleichzeitig weniger Aufwand und Kosten.

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Die Standardsysteme lassen sich auch mit hochverfügbaren und sicherheitsgerichteten Systemen kombinieren. Die hohe Sicherheitsklasse SIL 3 wird bereits in einem Controller erreicht.
Die Standardsysteme lassen sich auch mit hochverfügbaren und sicherheitsgerichteten Systemen kombinieren. Die hohe Sicherheitsklasse SIL 3 wird bereits in einem Controller erreicht.
( Bild: Siemens )

Die Automatisierungswelt in der Prozessindustrie zeigt sich in den seltensten Fällen als homogene Landschaft. Oft übernehmen verschiedene Systeme unterschiedlicher Hersteller wichtige leittechnischen Funktionen, z.B. die Prozessführung und -überwachung, sicherheitstechnische Ausrüstung, anlagennahes Asset Management etc. Aus der Vielzahl der Bedienphilosophien, proprietärer Protokolle und Schnittstellen resultieren Brüche in den Betriebsabläufen – ein reibungsloser und integrierter Betrieb ist nicht gewährleistet. Hinzu kommen ein erhöhter Verdrahtungsaufwand, umständliche Projektierung und zusätzliche Kosten bei Inbetriebsetzung und Ersatzteilhaltung. Mehrere Beispiele zeigen, dass es auch andere Wege gibt.

Integrierte Sicherheitstechnik

Sicherheitstechnische Installationen schützen Mensch, Anlage und Umwelt. Dazu werden heute mehr und mehr Komponenten der Automatisierungstechnik mit integrierten Sicherheitsfunktionen eingesetzt. So wurde das Konzept „Simatic Integrated Safety“ mit dem Prozessleitsystem Simatic PCS 7 kombiniert, sodass die Projektierung von Basic Process Control und sicherheitsgerichteten Applikationen über ein einziges Engineering-System möglich ist. Distributed Control System (DCS) und Safety Instrumented System (SIS) teilen sich gleiche Hardwarekomponenten, d.h. beide Systeme nutzen dieselben Controller und Buskomponenten, aber unterschiedliche E/A-Baugruppen. Standard- und sicherheitsgerichtete Programme laufen parallel und unabhängig voneinander ab.

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Der Anschluss sämtlicher E/A-Baugruppen und Module erfolgt über bewährte Feldbus-Technologien von Profibus DP und PA. Da sicherheitsgerichtete und Standardkommunikation dasselbe Bus-System nutzen, ist eine zusätzliche Verdrahtung nicht erforderlich. Die durchgängige Datenhaltung für Automatisierungs- und Sicherheitsapplikationen ermöglicht eine einheitliche Visualisierung, Meldekonzepte und Diagnose.

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